Die Unsicherheit der Hessen nutzte Camilo Durán (4./80.) gleich doppelt, Bahlul Mustafazada (90.+4) besiegelte das Aus. Can Uzun (10.) hatte zwischenzeitlich ausgeglichen und Farès Chaibi (78., Foulelfmeter) die SGE gar in Führung gebracht, ehe in einer wilden Schlussphase zwei Rückschläge folgten.
Ein Sieg wäre Pflicht gewesen, um im abschließenden Heimspiel der Ligaphase gegen Tottenham Hotspur kommende Woche noch Chancen auf das Weiterkommen zu haben. Nun verlor die Partie jegliche Brisanz.
Ohne eigene Fans in Kasachstan
Er habe ein "gutes Gefühl, die Mannschaft ist relativ locker und entspannt", sagte Sportvorstand Markus Krösche vor Anpfiff bei DAZN, mahnte aber auch die Wichtigkeit der Aufgabe an: "Wenn wir die theoretische Chance haben wollen, gegen Tottenham in die K.o.-Phase einzuziehen, müssen wir gewinnen."

Schmitt erweckte vor seinem Debüt einen sehr fokussierten Eindruck. Er wusste um die "große Chance, ein Ausrufezeichen zu setzen" und gab sich "sehr sicher, dass die Jungs alles reinhauen werden". Im Angriff machte sich die Personalnot bemerkbar, wegen zahlreicher Verletzungen und weil die Winter-Zugänge nicht für den Europapokal gemeldet sind, stellte Schmitt Uzun anstelle eines "echten" Mittelstürmers auf.
Ohne eigene Fans, die wegen Fehlverhaltens bei vergangenen Auswärtsspielen in der Königsklasse nicht zur Partie nach Baku reisen durften, dauerte es keine vier Minuten bis zum ersten Frankfurter Schock. Kaua Santos hielt zunächst gegen Leandro Andrade, ehe Durán den Abpraller abstaubte.
Früher Rückstand – Später Schock
Mit ihrer ersten mutigen Aktion schlug die Eintracht zurück. Nach einem Sololauf von Ritsu Doan kam Uzun eher zufällig an den Ball, die Abwehr rückte zu zögerlich raus - und der Angreifer schob aus 15 Metern ein. Die Eintracht wirkte nun im Spiel angekommen, unsaubere Aktionen in der Abwehr brachten sie aber öfter in Bedrängnis.

Nach einem Freistoß bekam die Abwehr den Ball nicht geklärt, am Ende verhinderte Santos den zweiten Treffer von Durán (37.) mit ganz viel Glück. Vorne vergab Doan eine der wenigen guten Chancen (25.). Die defensiven Probleme bekam Schmitt in der kurzen Zeit als Coach nicht in den Griff, die Innenverteidiger wirkten unsicher und kaum im Einklang mit den Mittelfeldlenkern Ellyes Skhiri und Hugo Larsson.
Doch die Eintracht war spät im Glück: Mustafasada rempelte Ansgar Knauff ungestüm über den Haufen, Schiedsrichter Sandro Schärer gab Strafstoß. Kurz zuvor hatte der Schweizer auf der anderen Seite eine ähnliche Szene laufen lassen. Der eingewechselte Chaibi verwandelte souverän. Die Freude hielt nur kurz, Duràn traf fast im Gegenzug zum Ausgleich.
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Sané mit Gala noch nicht durch
Leroy Sané hat mit Galatasaray Istanbul den vorzeitigen Einzug in die Play-offs der Champions League verpasst. Gegen Atlético Madrid reichte es für den türkischen Rekordmeister nur zu einem 1:1 (1:1), mit einem Sieg hätten Sané und Co. einen Platz unter den Top 24 der Ligaphase sicher gehabt.
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Giuliano Simeone, Sohn von Trainer Diego Simeone, brachte Atlético im Rams Park schon nach weniger als vier Minuten in Führung, Marcos Llorente sorgte per Eigentor für den Ausgleich (20.). Zuvor hatte Sané den ehemaligen Freiburger Roland Sallai mit einem Steckpass bedient, dessen flache Hereingabe drückte der Atleti-Verteidiger unglücklich über die Linie. Der ehemalige DFB-Kapitän Ilkay Gündogan wurde in der 88. Minute eingewechselt.

Galatasaray steht bei zehn Punkten und muss am letzten Spieltag in einer Woche bei Manchester City ran. Atlético (13 Punkte) hat mit einem Sieg gegen FK Bodö/Glimt noch Chancen auf die Top acht, die direkt ins Viertelfinale einziehen.
