Dass Neuer nach seinem erneuten Faserriss in der Wade schon am Mittwoch im Rückspiel des Achtelfinales der Champions League gegen Atalanta Bergamo (21.00 Uhr/DAZN und Flashscore-Audiokonferenz) ins Tor zurückkehrt, ist nicht vorgesehen. Dafür aber ist davon auszugehen, dass Urbig nun doch zur Verfügung steht - acht Tage nach dem Hinspiel in Bergamo (6:1), bei dem er in letzter Minute eine Gehirnerschütterung erlitt. Und falls doch nicht: Wird eben Prescott spielen.
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Tatsächlich können die Münchner also so entspannt wie nie in ein Rückspiel der Champions League gehen. 6:1 - noch nie in der Geschichte der Europapokale hat eine Mannschaft einen derart üppigen Vorsprung im Europapokal noch verspielt. Das größte Comeback gelang 2017 dem FC Barcelona im Achtelfinale der Königsklasse: Ein 0:4 bei Paris Saint-Germain drehten die Katalanen durch ein 6:1 im Camp Nou - mit drei Toren ab der 87. Minute.
Kimmich und Olise nicht dabei
Größtmögliche Gelassenheit demonstrierten die Bayern auch schon in der Schlussphase des Hinspiels. Die vorbelasteten Joshua Kimmich und Michael Olise holten sich mit kaum zu übersehendem Vorsatz ihre dritte Gelbe Karte im laufenden Wettbewerb ab - für das Viertelfinale stehen sie damit zur Verfügung. Eine Gelb-Sperre droht Dayot Upamecano und Konrad Laimer - falls sie überhaupt spielen.
Egal, wen Vincent Kompany am Mittwoch auf den Platz schickt: Wer den Trainer kennt, der weiß, dass er vollen Einsatz erwartet. Und sei es nur um zu verhindern, dass die Münchner zum ersten Mal in dieser Saison zwei Spiele nacheinander sieglos bleiben. Nicht zur Verfügung stehen neben Kimmich und Olise, für die immerhin Leon Goretzka und Lennart Karl bereit stehen, auf jeden Fall Alphonso Davies und Hiroki Ito, und womöglich auch Jamal Musiala.
Und so scheint das größte Problem für die Bayern erneut der angekündigte bayernweite Warnstreik der Gewerkschaft ver.di zu sein - in München soll der Ausstand des ÖPNV bereits um 11.00 Uhr am Mittwochvormittag beginnen. Ähnlich war es bereits am 11. Februar, als der deutsche Rekordmeister im Viertelfinale des DFB-Pokals RB Leipzig empfing. Tatsächlich stand sogar eine Verschiebung des Spiels im Raum, um ein Chaos rund um die Arena zu verhindern.
Damals organisierte der Klub allerdings gemeinsam mit der Verkehrsgesellschaft MVG einen Notfallplan. Ob die MVG erneut einen Sonderbetrieb einrichtet, war am Dienstag zunächst noch fraglich.
