Momentan herrscht Gleichstand, und die Werkself steht vor einer Mammutaufgabe, wenn sie einen der Top-Favoriten aus dem Turnier werfen will. Die Mannschaft von Mikel Arteta hat in dieser UCL-Saison in jedem ihrer neun Spiele getroffen und zu Hause eine weiße Weste gewahrt: Alle Heimspiele wurden gewonnen, bei einer Bilanz von 12 erzielten Toren und nur drei Gegentreffern.
Dennoch sollten sich die Londoner nicht in Sicherheit wiegen. Leverkusen hat in dieser Spielzeit auswärts erst eine einzige Niederlage kassiert (drei Siege, ein Remis). Zudem war der Bundesligist das erste Team seit sechs Partien, das gegen Arsenal weniger als drei Gegentore zuließ. Wie schon im Hinspiel wird Leverkusen den Gunners das Leben extrem schwer machen.

Wer nach positiven Omen sucht, wird im Jahr 2002 fündig: Damals folgte auf ein 1:1 in der BayArena ein souveräner 4:1-Sieg von Arsenal in London. Interessant ist zudem, dass Leverkusen zwar erst zum zweiten Mal eine Niederlage im Hinspiel eines CL-Achtelfinales vermeiden konnte (Bilanz: 1 Sieg, 1 Remis, 5 Niederlagen), aber in dieser Runde noch nie den Einzug ins Viertelfinale geschafft hat.
Andererseits ist die Hjulmand-Elf nun erstmals seit April 2002 in drei aufeinanderfolgenden K.o.-Spielen ungeschlagen. Um diese Serie zu brechen, muss Arsenal vor allem den Einfluss von Alejandro Grimaldo begrenzen. Der ehemalige Barcelona-Profi ist der Dreh- und Angelpunkt der Werkself: Er kreierte die meisten Chancen (26), gab die meisten Schüsse ab (20), steuerte die meisten Vorlagen bei (3) und ist zusammen mit Patrik Schick (4 Tore) der gefährlichste Schütze des Teams.
Die Schlüsselfiguren: Grimaldo und Aleix Garcia
Grimaldo war es auch, der im Hinspiel den Ausgleich durch Robert Andrich vorbereitete – das erste Mal seit dem Spiel gegen Sporting im November 2024, dass Arsenal ein Gegentor nach einer Ecke kassierte. Neben ihm sticht ein weiterer Spanier heraus: Aleix Garcia. Mit 874 gespielten Pässen in der Königsklasse hat er mehr als doppelt so viele Versuche wie Martin Zubimendi (417), der bei Arsenal den Bestwert hält.
Überhaupt besticht Leverkusen durch enorme Ballsicherheit: 5.894 Pässe in dieser Saison bedeuten den zweitbesten Wert des Wettbewerbs, womit sie Arsenal (4.097 Pässe, Platz 23) statistisch weit hinter sich lassen. Offensiv sind bei Arsenal zwar Bukayo Saka und Viktor Gyökeres mit je 20 Abschlüssen am aktivsten, doch der treffsicherste Akteur ist Gabriel Martinelli mit sechs Toren.
Die Bedeutung des ersten Treffers
Noch ist offen, ob Arteta Martinelli von Beginn an bringt oder ihn als Joker gegen müde werdende Gäste einplant. Während Mikel Merino weiterhin fehlt, stehen hinter den Einsätzen von Martin Ødegaard und Jurrien Timber noch Fragezeichen; hier wird erst ein später Fitnesstest Klarheit bringen. Bei Leverkusen müssen Arthur, Loïc Badé und Lucas Vázquez passen.

Besonders spannend: Arsenal erzielt die meisten Tore in der letzten halben Stunde, ist aber auch für Blitzstarts bekannt (vier Treffer in den ersten 15 Minuten). Leverkusen wiederum ist defensiv in der Anfangsphase anfällig (drei Gegentore), kommt dafür aber meist bärenstark aus der Halbzeitpause. Da keines der Teams in dieser Saison nach einer eigenen Führung verloren hat, dürfte das erste Tor der Partie eine vorentscheidende Rolle spielen.
Zum Match-Center: FC Arsenal vs. Bayer Leverkusen

