Sportlich: Ronaldo-Dürre und Messi-Krone?
Diese Woche dominiert eine Stimme die GOAT-Debatte: Kleberson, Weltmeister von 2002 und Ex-Teamkollege Cristiano Ronaldos, erklärte im exklusiven GOAL-Interview, wie Lionel Messi 2026 seinen neunten Ballon d’Or gewinnen kann. Die Formel sei simpel: "Wenn er die Weltmeisterschaft gewinnt, wird er mit 100-prozentiger Sicherheit wieder den Ballon d’Or gewinnen." Kleberson sieht Argentinien dank Messis anhaltender Brillanz und eines stärkeren Kollektivs als Portugal vorne. Ein indirekter Schlag gegen Ronaldo? Zumindest eine klare Analyse.
Während Messi sich nach dem MLS-Cup-Sieg 2025 mit Inter Miami auf die Titelverteidigung vorbereitet und bis 2028 gebunden ist, rückt ein anderes Statussymbol in den Fokus: adidas hat das legendäre argentinische Heimtrikot von 2006 als "Messi 19"-Edition neu aufgelegt– ein kultiger Rückblick auf sein erstes WM-Turnier und zugleich Vorbote auf 2026.
Bei Ronaldo ging es diese Woche weniger um sportliche Glanzlichter als um finanzielle. Ein Arbeitsgericht in Turin wies die Berufung von Juventus zurück. Der Klub muss die bereits gezahlten rund 11 Millionen Dollar an ausstehenden Gehältern aus der COVID-19-Zeit nicht zurückbekommen. Ein juristischer Sieg für CR7, während auf dem Platz sein Trainer bei Al-Nassr, Jorge Jesus, öffentlich monierte, dass man "bei Standardsituationen besser werden" müsse – und dabei den "besten Standardschützen" Ronaldo direkt adressierte. Dessen Bilanz: 16 Tore in 19 Spielen diese Saison, aber zuletzt kein einfacher Lauf.
Immerhin: Sein Team Al-Nassr konnte am Samstag mal wieder gewinnen: Beim knappen 3:2 gegen Al-Shabab war der Portugiese an keinem Tor beteiligt, dafür traf unter anderem der Ex-Münchner Kingsley Coman – dem ehemaligen Leipziger Mohamed Simakan unterlief dagegen ein Eigentor.
Das GOAT-o-Meter dieser Woche neigt leicht in Richtung Ronaldo. Auch wenn er selbst nicht auf die Anzeigetafel kam, so trug der 40-Jährige doch dazu bei, dass sein Team aus Riad zum ersten Mal seit vier Partien wieder einen Dreier holen konnte.

Boulevard: Benefiz-Bikinis und brennende Bronzen
Abseits des Platzes zeigte sich Messi privat mit Frau Antonela Roccuzzo am Pool (sie in Pink, er in schwarz) und zeichnet das Bild einer entspannten Familienidylle.
In den USA sorgte darüber hinaus ein kurzes Video für Aufregung, das Messi beim Kauf von Fanartikeln des College-Football-Teams Miami Hurricanes zeigte. Spekulationen, ob er das National-Championship-Spiel besuchen würde, zerstreuten sich jedoch schnell – zu voll ist sein Terminkalender mit Vorbereitung auf die MLS-Saison und die WM 2026.
Ronaldos Woche war deutlich aufgeladener. Während seine Tochter Alana Martina im Internet mit einer ergreifenden Gesangsdarbietung von Céline Dions "My Heart Will Go On" begeisterte, machte sein Abbild Schlagzeilen: Eine Bronzestatue von ihm vor dem CR7-Museum auf Madeira wurde von einem Vandalen in Brand gesetzt.
Der Täter filmte die Tat und postete sie mit der ominösen Botschaft "Dies ist Gottes letzte Warnung". Die Polizei hat ihn identifiziert. Ein absurder Akt, der erahnen lässt, wie die dunkle Seite des Superstar-Ruhms aussieht.
Ausblick: Träume, Verträge und ein mögliches GOAT-Duett
Der Blick nach vorn ist bei beiden Legenden von einem Thema geprägt: der WM 2026. Für Messi ist sie die Chance auf die ultimative Krönung und den neunten Ballon d’Or. Selbst Roger Federer sprach ihm Mut zu: "Ich hoffe, Messi bekommt das Ende, das er sich für seine Karriere wünscht."
Sein Fokus bleibt klar: Vorbereitung mit Inter Miami, trotz kurzzeitig aufkommenden Gerüchten kein Wechsel zu Man City, Karriereende bis 2028 geplant. Spannend ist die Idee von Miteigentümer Jorge Mas, das Team aus Florida für die Copa Libertadores anzumelden – ein Turnier, das Messi noch nie gespielt hat. Ob die CONMEBOL mitspielt, ist jedoch fraglich.
Bei Ronaldo steht ebenfalls die WM im Fokus. Portugals Trainer Roberto Martínez betonte, Auswahlentscheidungen seien seine Aufgabe, lobte aber CR7s Einstellung. Der Star selbst will offenbar weiterziehen: Sein Ex-Kollege Nani sagte, Ronaldo wolle unbedingt die Marke von 1.000 Pflichtspieltoren erreichen, "selbst wenn er dafür in die niedrigste Profiliga der Welt wechseln müsste".
Für die Zeit danach prophezeien Ex-Stars wie Emmanuel Petit und Dwight Yorke Ronaldo eine große Hollywood-Karriere. "Er hat das Charisma für die Oscars", so Petit.
Das größte Zukunftsszenario lieferte jedoch wieder Kleberson: eine GOAT-Partnerschaft in der MLS. "Stellen Sie sich vor, Amerika würde verrückt werden! Messi, Cristiano Ronaldo und vielleicht Neymar in einem Umkleideraum – das wäre ein Traumteam!" Neymar, gerade bei Santos verlängert, könnte 2026 tatsächlich in die MLS wechseln, so Kleberson.
Die Vision eines vereinten GOAT-Duetts bleibt – vorerst – atemberaubende Fiktion.
