FIFA sanktioniert Nigeria und die DR Kongo nach hitzigem WM-Playoff

FIFA verhängt Geldstrafen gegen Nigeria und die DR Kongo wegen Problemen bei den WM-Playoffs
FIFA verhängt Geldstrafen gegen Nigeria und die DR Kongo wegen Problemen bei den WM-PlayoffsČTK / AP / Mark Schiefelbein

Nach den spannungsgeladenen Qualifikationsspielen zur Weltmeisterschaft 2026 hat die FIFA Disziplinarstrafen gegen die Verbände Nigerias (NFF) und der DR Kongo (FECOFA) verhängt. Hintergrund sind Vorfälle während des entscheidenden Playoff-Finales im November 2025 in Rabat, das die DR Kongo knapp im Elfmeterschießen für sich entscheiden konnte.

Während Nigeria wegen des Werfens von Gegenständen durch Zuschauer eine Strafe von 1.000 Schweizer Franken erhielt, wurde die DR Kongo mit 5.000 Schweizer Franken deutlich härter zur Kasse gebeten, da Fans Laserpointer zur Störung des Spiels eingesetzt hatten.

Trotz der verhängten Bußgelder ist die sportliche Entscheidung noch nicht endgültig rechtssicher, da Nigeria eine formelle Beschwerde bei der FIFA eingereicht hat. Der nigerianische Verband wirft der DR Kongo vor, im Finale zahlreiche nicht spielberechtigte Akteure eingesetzt zu haben. Im Kern der Petition steht der Vorwurf, die FECOFA habe den Weltverband bei der Einbürgerung und dem Nationalitätenwechsel mehrerer im Ausland geborener Profis getäuscht.

Spielerstreichungen als Reaktion auf Druck aus der Heimat?

Die Liste der beanstandeten Spieler ist lang und umfasst prominente Namen wie Aaron Wan-Bissaka, Axel Tuanzebe und Cedric Bakambu. Nigeria argumentiert, dass die Freigaben für einige Akteure erst unmittelbar vor dem Spiel erfolgten, obwohl diese bereits zuvor unzulässig in den Kader berufen worden waren. Der NFF fordert daher eine umfassende Untersuchung und geht so weit, den Ausschluss der DR Kongo von der weiteren WM-Qualifikation zu verlangen.

Während die FIFA betont, dass die Disziplinarentscheidungen noch angefochten werden können, bereitet sich die DR Kongo offiziell auf die interkontinentalen Playoffs gegen Neukaledonien oder Jamaika vor. Interessanterweise wurden mit Michel-Ange Balikwisha und Mario Stroeykens zwei der umstrittenen Spieler kürzlich aus dem aktuellen Aufgebot gestrichen – ob dies eine Reaktion auf den rechtlichen Druck aus Nigeria ist, bleibt vorerst Spekulation.