Diese Neuverschuldung ist zwar statutengerecht, macht aber deutlich: Trotz der spürbaren Erholung in den letzten fünf Jahren ist die Finanzlage noch nicht stabil genug für eine vollständige Eigenfinanzierung.
Zwar verzeichnete der Klub einen Rekordumsatz von 1,06 Milliarden Euro, unterm Strich steht nach Steuern jedoch ein Defizit von 18 Millionen Euro. Das EBITDA bleibt mit 140 Millionen Euro positiv. Das Eigenkapital beläuft sich aktuell auf -168 Millionen Euro – ein negativer Wert, den der Verein vor allem auf die Zinsbelastungen durch das Großprojekt "Espai Barça" zurückführt.
Dass der Konsolidierungskurs greift, zeigt der Blick auf die Gehaltskosten: Machten die Personalausgaben in der Saison 20/21 noch bedrohliche 98 % der operativen Einnahmen aus, sank dieser Wert nun auf 53 %. Dadurch erfüllt Barcelona für das aktuelle Geschäftsjahr wieder die 1:1-Regel des Financial Fairplay von LaLiga und kann Einnahmen im gleichen Umfang wieder in den Kader investieren. Zudem beziffert Forbes den Gesamtwert des Klubs mittlerweile auf 6,5 Milliarden Euro.
Ausblick auf das Budget 26/27
Für die Spielzeit 26/27 plant der FC Barcelona mit Einnahmen von 1,195 Milliarden Euro – ein Plus von 60 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahr, begünstigt durch die vollständige Rückkehr ins Camp Nou. Zwar steigen parallel auch die Ausgaben um 111 Millionen Euro, dennoch rechnet der Verein nach Steuern mit einem knappen Überschuss von einer Million Euro.
