Sie brachte eine Trennung in "gegenseitigem Einvernehmen", wie Real am Montag mitteilte - "ein Erdbeben", "eine Bombe" und das Ende "eines Albtraums", wie die spanische Presse urteilte. Nur 232 Tage dauerte die Amtszeit des ehemaligen Leverkusener Meistermachers, der plötzlich der gefragteste Mann auf dem stets aufgeregten Trainermarkt ist.
Nächste Station Liverpool?
"Gerade als Arne Slot seine Amtszeit in Liverpool zu stabilisieren begann, könnte der Boden unter seinen Füßen ins Wanken geraten sein", kommentierte die Sun mit Blick auf die heikle Lage des Teammanagers der Reds. Der frühere Liverpool-Profi Alonso nämlich war schon 2024 beim englischen Rekordmeister der Wunschnachfolger für Jürgen Klopp, damals aber noch an das Bayer-Projekt gebunden.
Stattdessen kam Slot, holte mit Klopps Kader den Titel und durfte danach Unsummen für Alonsos Lieblingsschüler Florian Wirtz und andere Stars ausgeben, nur um Liverpool "viel, viel schlechter zu machen", wie die Sun spottete. Kein Wunder also, dass Alonso bei den britischen Buchmachern sofort zum Favoriten auf Liverpools Trainer-Posten aufstieg - übrigens vor Julian Nagelsmann und dem ewigen Klub-Idol Klopp.
Arbeloa übernimmt vorerst bei Real
Der beeilte sich, mit Blick auf das Beben zu betonen: "Das hat mit mir gar nichts zu tun und hat in mir auch nichts ausgelöst." Als Head of Global Soccer von Red Bull, beteuerte der 58-Jährige im Konzernsender ServusTV, sei er "am richtigen Ort".
Real hat seinen Alonso-Nachfolger ohnehin schon gefunden: Álvaro Arbeloa rückt von der zweiten Mannschaft auf und debütiert am Mittwoch (21.00 Uhr) im Pokal-Achtelfinale bei Zweitligist Albacete Balompié. Der frühere Mitspieler Alonsos bei Liverpool, in Madrid und der spanischen Nationalmannschaft ist für das Real-Hausblatt Marca "der neue Zidane", auch mit Starcoach Pep Guardiola wurde er verglichen.
Mbappé sendet warme Worte zum Abschied
Er tritt ein schweres Erbe an. Alonso hatte in seinen 34 Spielen bei Real exakt dieselbe Bilanz vorzuweisen wie Hansi Flick zum Start beim FC Barcelona (24 Siege, sechs Niederlagen). Er scheiterte an den Zweifeln des allmächtigen Klubpräsidenten Florentino Pérez und dem launischen Kader. Immerhin sieben Real-Profis versäumten es, sich am Montagabend via Social Media beim scheidenden Coach zu bedanken, darunter die Topspieler Jude Bellingham und Vinicius jr. Andere wie Kylian Mbappé oder Antonio Rüdiger verabschiedeten ihn mit warmen Worten.
Nach England? Auch Manchester United ist auf der Suche, zudem kommt womöglich Manchester City infrage, sollte Guardiola den Klub im Sommer verlassen. Über diese Ziele hatte Alonso im Dezember aber nicht gesprochen.
