GOATwatch: Alles zum Ronaldo-Streik bei Al-Nassr – Terry-Trikots als GOAT-Indikator?

GOATwatch: Der wöchentliche Vergleich zwischen Cristiano Ronaldo und Lionel Messi
GOATwatch: Der wöchentliche Vergleich zwischen Cristiano Ronaldo und Lionel MessiFlashscore // Getty Images via AFP & REUTERS/Luisa Gonzalez

GOATwatch – Wer ist der "Greatest of all time"? Zwischen Rekordjagden, Glanzleistungen und Schlagzeilen abseits des Platzes liefern uns Lionel Messi und Cristiano Ronaldo auch mit fast 40 Jahren noch immer Geschichten für die Ewigkeit, die wir wöchentlich begleiten. In dieser Woche nimmt Messi in Südamerika die Vorbereitung für die neue Saison in Angriff, während Ronaldo in Saudi-Arabien eher mit Protest als mit Toren Schlagzeilen macht – Bühne frei für GOATwatch.

Sportlich: Messi verzückt Kolumbien – Ronaldo streikt

Lionel Messi befindet sich mit Inter Miami auf einer vielbeachteten Vorbereitungstour durch Südamerika. Nach einem 0:3-Auftakt gegen Alianza Lima gelang seinem Team zuletzt ein 2:1-Sieg bei Atlético Nacional in Medellín. Messi, der zum ersten Mal seit 15 Jahren wieder in Kolumbien spielte, sorgte bereits vor dem Spiel für einen ikonischen Moment, als er mit dem kolumbianischen Torwart-Legenden René Higuita dessen berühmten Skorpionkick nachstellte.

Auf dem Platz spielte er 75 Minuten, konnte zwar kein Tor erzielen, war aber an Luis Suarez' Ausgleichstor beteiligt. Trainer Javier Mascherano zeigte sich mit der "viel besseren" Leistung seines Teams zufrieden. Die Herons bereiten sich auf die MLS-Saison vor, die am 21. Februar startet, und wollen ihren historischen MLS-Cup-Titel von 2025 verteidigen. Privat bereitet sich Messi offenbar auch auf die WM 2026 vor, über seine Teilnahme wird zwar noch spekuliert, Mascherano hält sie aber für wahrscheinlich.

Cristiano Ronaldo hingegen sorgte in dieser Woche für einen handfesten Skandal abseits des Rasens. Er fehlte überraschend beim 1:0-Sieg seines Klubs Al-Nassr gegen Al-Riyadh. Offiziell hieß es "Belastungssteuerung", doch portugiesischen Medienberichten zufolge handelte es sich um einen bewussten Proteststreik.

Ronaldo soll unzufrieden mit der Führung des Vereins durch den staatlichen Public Investment Fund (PIF) sein und sich benachteiligt fühlen, da direkte Konkurrenten wie Al-Hilal (die gerade Karim Benzema verpflichteten) mehr Unterstützung erhielten.

Sportlich liegt Al-Nassr in der saudischen Liga auf Platz 2, drei Punkte hinter Al-Hilal. Vor dem Streik hatte Ronaldo zuletzt beim 3:0-Sieg gegen Al-Kholood getroffen und jagt weiter sein Karriereziel von 1000 Toren (aktuell: 961).

Das GOAT-o-Meter dieser Woche schlägt diese Woche deutlich in Richtung Cristiano Ronaldo aus. Während der Argentinier noch in der Vorbereitung steckt, tritt CR7 sowohl mit Toren als auch mit Schlagzeilen wegen des Streiks in den Vordergrund.

Das dieswöchige GOAT-o-Meter zwischen Cristiano Ronaldo und Lionel Messi
Das dieswöchige GOAT-o-Meter zwischen Cristiano Ronaldo und Lionel MessiFlashscore // Getty Images via AFP & REUTERS/Luisa Gonzalez

Boulevard: Terry-Trikots als GOAT-Indikator?

Auch abseits des Platzes liefern die beiden Kontrahenten reichlich Gesprächsstoff. Lionel Messi dominierte diese Woche die sozialen Medien mit Eindrücken von seiner Südamerika-Tour. Auf Instagram teilte er eine emotionale Botschaft mit Bildern aus Peru und Kolumbien ("Es ist immer eine Freude, an solche besonderen Orte in unserem Südamerika zurückzukehren!") und sammelte Millionen Likes. Seine Ankunft in Medellín löste beinahe hysterische Szenen mit tausenden Fans aus.

Zudem kursierten spektakuläre Transfergerüchte: Der türkische Journalist Levent Tuzeman behauptete, Messi stehe mit Galatasaray in Verhandlungen – unter der skurrilen Bedingung, nur Heimspiele in Istanbul bestreiten zu müssen, um den Rummel zu minimieren. Diese Meldung wurde zwar nicht bestätigt, hielt sich aber hartnäckig in den Schlagzeilen.

Ein weiteres Thema: Eine Auktion von John Terrys Trikotsammlung brachte ein Messi-Trikot aus dem Jahr 2006 für 183.000 Dollar, während ein Ronaldo-Trikot "nur" 115.900 Dollar einbrachte – Messi-Fans feiern die Zahlen wenig überraschend als Beweis für seinen höheren Stellenwert.

Cristiano Ronaldo war vor allem durch seinen vermeintlichen Streik und die damit verbundene Berichterstattung präsent. Die Diskussion um seine Unzufriedenheit mit den Besitzverhältnissen in Saudi-Arabien und mögliche Wechselgerüchte (MLS, Rückkehr nach Europa) bestimmten die Nachrichten.

Privat sorgte seine Verlobte Georgina Rodriguez für elegante Bilder, als sie in Washington D.C. bei der Premiere des Dokumentarfilms "Melania" in einem scharfen schwarzen Abendkleid auftauchte. À propos Melania: Ein wiederentdecktes Bild von Ronaldo mit Ex-US-Präsident Donald Trump im Oval Office machte ebenfalls die Runde.

In der ewigen GOAT-Debatte wurde ein altes Video von José Mourinho, in dem dieser CR7 2012 als den "schwierigeren" Spieler im Vergleich zu Messi bezeichnete, von Ronaldo auf Instagram geliked – ein stilles, aber deutliches Statement.

Ausblick: Messi zieht nach Ecuador weiter – CR7-Rückkehr im Top-Spiel?

Die nächsten Tage und Wochen versprechen weitere spannende Kapitel in der Saga der beiden Superstars. Lionel Messi und Inter Miami setzen ihre Südamerika-Tour fort. Nächster Halt: Am Samstag trifft das Team in Guayaquil, Ecuador, auf Barcelona SC. Ein weiteres Testspiel folgt am 13. Februar. Das große Ziel bleibt der Saisonstart in der MLS am 21. Februar beim Auswärtsspiel gegen Los Angeles FC.

Im Hintergrund brodeln weiterhin die Gerüchte um einen kurzfristigen Wechsel (Galatasaray?) zur optimalen WM-Vorbereitung und die Frage, ob Messi bei der WM 2026 für Argentinien auflaufen wird. Sein Vertrag bei Inter Miami läuft bis 2028.

Cristiano Ronaldo und Al-Nassr steht ein absolutes Spitzenspiel bevor: Am Freitag empfangen sie den amtierenden Meister und Rivalen Al-Ittihad. Alle Augen werden darauf gerichtet sein, ob CR7 nach seinem Protest wieder auf dem Platz steht. Sein Verhalten wird als Lackmustest für die weitere Beziehung zum Verein und den Eigentümern gesehen.

Langfristig mehren sich die Berichte, dass Ronaldo seinen Vertrag (bis 2027) möglicherweise vorzeitig auflöst. Die MLS (und damit ein direktes Duell mit Messi) wird als mögliches nächste Ziel gehandelt, ebenso wie eine überraschende Rückkehr nach Europa. Sein erklärtes Ziel, die 1000-Tore-Marke zu knacken, bleibt bestehen, die Zeit dafür wird aber immer knapper.