GOATwatch: Messi-Mania in Peru – Ronaldo auf der Jagd nach dem ewigen Rekord

GOATwatch: Der wöchentliche Vergleich zwischen Cristiano Ronaldo und Lionel Messi
GOATwatch: Der wöchentliche Vergleich zwischen Cristiano Ronaldo und Lionel MessiFlashscore // REUTERS/Hamad I Mohammed & REUTERS/Sebastian Castaneda

GOATwatch – Wer ist der "Greatest of all time"? Zwischen Rekordjagden, Glanzleistungen und Schlagzeilen abseits des Platzes liefern uns Lionel Messi und Cristiano Ronaldo auch mit fast 40 Jahren noch immer Geschichten für die Ewigkeit, die wir wöchentlich begleiten. In dieser Woche feierte "La Pugla" sein erstes Spiel im Jahr 2026, während CR7 weiter auf der Jagd nach dem ewigen Torrekord ist – Bühne frei für GOATwatch.

Sportlich: Lahmer Start und Lattentreffer

Während sich Lionel Messi noch in der Vorbereitung zur neuen MLS-Saison befindet, ist Cristiano Ronaldo mitten im Titelfight der Saudi Pro League. Diese Woche liefert daher ein unterschiedliches Bild: Messi konnte sich mit Inter Miami noch nicht in Bestform zeigen, Ronaldo kämpft indessen weiter um Titel.

Inter Miami startete mit einer überraschenden 0:3-Testspielniederlage gegen Alianza Lima ins neue Jahr. Messi, der gemeinsam mit Luis Suárez in der Startelf stand, zeigte zwar einige schöne Ansätze – darunter ein typisches "La Pulga"-Dribbling durch zwei Verteidiger hindurch –, blieb aber torlos. Sein bemerkenswertester Moment war Freistoß knapp über das Gehäuse.

Statistisch war es ein durchwachsener Abend: 3 Abschlüsse, aber keiner aufs Tor, und eine Passquote von 79%. Positiv hervorzuheben sind seine drei kreierten Torchancen, mehr als jeder andere Spieler an diesem Tag. Das Team von Trainer Javier Mascherano wirkte insgesamt etwas eingerostet und muss noch seine volle Wettkampfschärfe finden.

Für Cristiano Ronaldo und Al-Nassr ging es bereits um deutlich mehr. Nachdem Tabellenführer Al-Hilal überraschend Punkte liegen ließ, nutzte das Team aus Riad die Chance und sicherte sich einen knappen 1:0-Heimsieg gegen Al-Taawoun. Das entscheidende Tor fiel durch ein Eigentor nach einer Flanke von Sadio Mané.

Ronaldo selbst blieb in diesem Spiel ohne Torerfolg, traf nur die Latte und bekam ein Tor aus Abseitsposition aberkannt. Dennoch war seine Führungsrolle unbestritten, und der Sieg verkürzte den Rückstand auf den Tabellenführer auf fünf Punkte. Ronaldo teilt sich mit 16 Treffern weiterhin die Spitze der Torschützenliste.

Das GOAT-o-Meter dieser Woche zeigt diese Woche leicht in Richtung Ronaldo. Der Grund ist weniger die individuelle Performance – beide blieben torlos –, sondern der Kontext: Ronaldo kämpft in einem laufenden, hochdotierten Titelrennen und hat mit seinem Team wichtige Punkte im Meisterschaftskampf gesichert. Messi befindet sich dagegen noch in der Vorbereitungsphase, wo Ergebnisse bekanntlich zweitrangig sind.

Das dieswöchige GOAT-o-Meter zwischen Cristiano Ronaldo und Lionel Messi
Das dieswöchige GOAT-o-Meter zwischen Cristiano Ronaldo und Lionel MessiFlashscore // REUTERS/Hamad I Mohammed & REUTERS/Sebastian Castaneda

Boulevard: Paulinho-Joke und Trump-Wirbel

Die Anziehungskraft Messis zeigte sich erneut beim Gastspiel in Peru. Gegenspieler Alan Cantero von Alianza Lima brach nach dem Spiel in Tränen aus, nachdem er das Trikot seines Idols erhalten hatte. "Es wird zu Hause in einem Rahmen hängen", sagte der überwältigte Stürmer. Diese Szene unterstreicht die fast mythische Verehrung, die Messi weltweit entgegenschlägt. Seine Trikots werden als Trophäen behandelt. 

Eine ungewöhnliche Anekdote kam diese Woche zudem von Ex-Barca-Spieler Paulinho ans Licht, der über die Anbahnung seines Wechsels aus China zum FC Barcelona sprach: Messi habe ihn 2017 mitten in einem Länderspiel von Argentinien gegen Brasilien gefragt: "Also, gehen wir jetzt nach Barcelona oder nicht?". Am Ende klappte der Transfer, woran Messi möglicherweise nicht ganz unschuldig war.

Bei CR7 verlief die Woche emotional vielschichtiger. Während seine Partnerin Georgina Rodríguez ohne ihn eine Filmpremiere im Weißen Haus besuchte, sah sich Ronaldo selbst mit den Nachwirkungen seines umstrittenen Besuchs bei Donald Trump konfrontiert. Ex-Manchester-United-Teamkollege Louis Saha kritisierte, das Treffen könne als politische Unterstützung gewertet werden.

Zudem wurde bekannt, dass die portugiesische Polizei nach der Brandstiftung gegen eine CR7-Bronzestatue in seiner Heimat Madeira einen Tatverdächtigen festgenommen hat. Positiv war der herzliche Empfang für Teamkollege Sadio Mané nach dessen Afrika-Cup-Triumph, bei dem Ronaldo selbst die Torte anschnitt.

Eher absurd wurde es mit dem Vorschlag von Ex-Spieler Giuseppe Rossi, Ronaldo solle nach seiner Karriere den "Joker" in einem Batman-Film spielen.

Ausblick: MLS-Premiere und Jagd nach der 1000

Für den argentinischen Superstar und Inter Miami geht die Vorbereitungstour durch Südamerika weiter. Die nächsten Stationen sind ein Testspiel gegen Atlético Nacional in Kolumbien (31. Januar) und gegen Barcelona de Guayaquil in Ecuador (7. Februar). Das große Highlight steht dann am 21. Februar an: Der Saisonauftakt der MLS gegen den Los Angeles FC um Son Heung-min wird aus Kapazitätsgründen im Los Angeles Memorial Coliseum ausgetragen – vor bis zu 77.000 Zuschauern. Es wird das erste MLS-Spiel überhaupt in der historischen Arena sein.

Parallel brodeln weiterhin Gerüchte um eine mögliche Rückkehr Messis zum FC Barcelona, sollte Präsidentschaftskandidat Victor Font die Wahl im März gewinnen.

Für Ronaldo geht der Kampf um die Saudi-Pro-League-Meisterschaft schon am Freitag weiter: Nächster Gegner ist Al-Kholood. Sein persönliches Ziel, das magische 1000. Karrieretore zu erreichen, rückt näher: Aktuell steht er bei 960 Treffern. Bis zur WM 2026 sind noch bis zu 27 Pflichtspiele mit Al-Nassr und Portugal möglich.

Das übergeordnete Ziel ist klar: Mit Portugal bei der Weltmeisterschaft in Nordamerika den Titel holen und damit den Erfolg des ewigen Rivalen Messi nachahmen.