GOATwatch: Messi trifft auf "Fußball-Vater" – CR7-Comeback in Champions League Two?

GOATwatch: Der wöchentliche Vergleich zwischen Cristiano Ronaldo und Lionel Messi
GOATwatch: Der wöchentliche Vergleich zwischen Cristiano Ronaldo und Lionel MessiFlashscore // ABDULLAH AHMED / GETTY IMAGES VIA AFP & Jim Rassol-Imagn Images via REUTERS

GOATwatch – Wer ist der "Greatest of all time"? Zwischen Rekordjagden, Glanzleistungen und Schlagzeilen abseits des Platzes liefern uns Lionel Messi und Cristiano Ronaldo auch nach 20 Karrierejahren noch immer Geschichten für die Ewigkeit, die wir wöchentlich begleiten. Bühne frei für GOATwatch.

Sportlich: Messi mit "Fußball-Vater" wiedervereint – CR7 mit Antritt wie vor 15 Jahren

Inter Miami und das neue Nu Stadium, das ist noch keine Erfolgsgeschichte. Auch im zweiten Heimspiel verpasste das Franchise aus Florida den ersten Sieg vor der neuen Kulisse, gegen die New York Red Bulls kamen die "Herons" nicht über ein 2:2 hinaus.

Auch wenn Lionel Messi gemeinsam mit seinem Nationalmannschaftskollegen Rodrigo de Paul bester Mann auf dem Platz war (Flashscore-Note 8,6), so reichte es wieder nicht für den ersten Dreier. In der Tabelle der Eastern Conference bleiben Messi und Miami immerhin Dritter.

Deutlich aufregender war da schon die Meldung, dass Miami-Trainer Javier Mascherano völlig überraschend zurückgetreten ist. Der Argentinier legte aus "persönlichen Gründen" am Dienstag sein Amt nieder. Sein Nachfolger wird interimsweise Sportdirektor Guillermo Hoyos, der Messi einst in La Masia entdeckte und den "La Pulga" einst als "Fußball-Vater" bezeichnete.

Auf der anderen Seite der Weltkugel weigert sich Cristiano Ronaldo weiterhin beharrlich, den Fuß vom Gaspedal zu nehmen. Beim umkämpften 2:0-Erfolg von Al-Nassr in der Saudi Pro League gegen Al-Okhdood schraubte der 41-Jährige sein Torkonto weiter in die Höhe.

Mit einem physiologisch kaum zu erklärenden Antritt ließ er zunächst zwei gegnerische Verteidiger kurz vor dem Strafraum staunend zurück, bevor CR7 aus kurzer Distanz unvergleichlich in die kurze Ecke abschloss. Es war Treffer 968 – 32 fehlen noch bis zur endgültigen Unsterblichkeit.

Das GOAT-o-Meter der Woche schlägt dann auch klar in Richtung des Portugiesen aus, der nicht nur weiterhin der unumstrittene Star seiner Liga ist, sondern auch schlicht und ergreifend ein unwiderstehlicher Stürmer.

Das dieswöchige GOAT-o-Meter zwischen Cristiano Ronaldo und Lionel Messi
Das dieswöchige GOAT-o-Meter zwischen Cristiano Ronaldo und Lionel MessiFlashscore // ABDULLAH AHMED / GETTY IMAGES VIA AFP & Jim Rassol-Imagn Images via REUTERS

Boulevard: Klicks, Kinder und WM-Kribbeln

Abseits des grünen Rasens ließ es Cristiano Ronaldo in den vergangenen sieben Tagen auf den Bildschirmen dieser Welt wie gewohnt krachen. Mit einem Instagram-Post über seine Arbeit auf dem Trainingsplatz unter der Überschrift "My Happy Place" sammelte er innerhalb von nur zehn Stunden absurde zwei Millionen Likes.

Lionel Messi hingegen ließ vor allem durch seinen Sohn Ciro aufhorchen, der in der Jugendmannschaft von Inter Miami für Furore sorgte. Gemeinsam mit dem Filius von Teamkollege Luis Suarez dribbelt der Messi-Sprössling scheinbar mühelos durch gegnerische Defensiven – das erinnert doch ganz an den Papa.

Was die öffentlichen Kommentare angeht, dreht sich bei beiden Superstars medial längst alles um den nahenden WM-Sommer. Während Ronaldo in einem portugiesischen Podcast angriffslustig verkündete, dass die Seleção "hungriger und gefährlicher denn je" auf den Titel sei und er sich physisch wie 30 fühle, gab sich Messi in einem Interview mit einem US-Sportsender herrlich entspannt.

Er genieße momentan einfach jeden Tag auf dem Platz und freue sich auf das "gigantische Fußballfest" im Juni, ohne den drückenden Erfolgszwang der Vergangenheit auf seinen Schultern zu spüren.

Ausblick: Alltagspflichten und Sommer-Vorbereitung

Der sportliche Terminkalender gönnt den beiden Ausnahmekönnern auch in den kommenden Tagen keine Atempause. Für Inter Miami und Lionel Messi steht am Samstag ein wichtiges Auswärtsspiel bei den Colorado Rapids an. Neben dem Trainerdebüt von Guillermo Hoyos ist es auch das Duell mit einem Team, das am letzten Wochenende einen 6:2-Kantersieg gefeiert hatte. 

Cristiano Ronaldo muss derweil am Sonntag mit Al-Nassr in der asiatischen Champions League Two ran, wo ein kräftezehrendes K.o.-Spiel gegen Al-Wasl aus den Vereinigten Arabischen Emiraten auf dem straffen Programm steht. Bislang wurde Ronaldo in dieser Saison auf internationaler Ebene bis auf eine Halbzeit in der Gruppenphase komplett geschont – gut möglich, dass sich das nun im Playoff-Modus ändert.

Über all diesen Vereinsaufgaben schwebt jedoch der gewaltige Schatten der Weltmeisterschaft 2026, die in nur knapp zwei Monaten in den USA, Kanada und Mexiko angepfiffen wird. Für beide Spieler sind die Ligaspiele längst zu intensiven Vorbereitungscamps mutiert; Fitnesstrainer optimieren jede Einheit, Belastungen werden akribisch gesteuert und die Ernährungspläne sind strenger denn je.

Jeder Sprint, jeder Schuss in der Liga ist mittlerweile ein essenzieller Testlauf für das vielleicht allerletzte große Turnier, bei dem die beiden ewigen Rivalen noch einmal auf der größtmöglichen Weltbühne glänzen wollen.