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Sexistischer Kommentar zu Schiedsrichterin: MLS-Klub trennt sich von Higuaín-Bruder

Federico Higuain ist nicht mehr Trainer bei Columbus Crew.
Federico Higuain ist nicht mehr Trainer bei Columbus Crew.ČTK / AP / Jason Mowry/Icon Sportswire

Der Major-League-Soccer-Klub Columbus Crew hat sich von Federico Higuaín getrennt. Grund dafür ist ein Vorfall in der Nachwuchsliga MLS NEXT Pro: Der Cheftrainer der Reservemannschaft hatte einer Schiedsrichterin den Handschlag verweigert und ihr den Satz "Vergiss nicht, das ist ein Männer-Spiel" an den Kopf geworfen.

Für Higuaín – den Bruder des ehemaligen argentinischen Nationalstürmers Gonzalo Higuaín – folgte auf die Roten Karte im Spiel zunächst eine Sperre von zwei Partien, ehe der Klub nun die Reißleine zog.

"Wir haben entschieden, dass es im besten Interesse unseres Klubs, der Spieler und des Betreuerstabs ist, Federico Higuaín von seinen Aufgaben zu entbinden", erklärte Columbus-Crew-Geschäftsführer Issa Tall am Dienstag. Nach ausführlichen Gesprächen und einer Auswertung der vergangenen Wochen sei man zum Schluss gekommen, dass Higuaín die klubinternen Standards für Führungskräfte nicht erfüllt habe.

Vorwurf des körperlichen Übergriffs

Wie das Sportportal The Athletic unter Berufung auf Klubkreise berichtete, zeigte sich der Trainer uneinsichtig, weigerte sich der ehemalige MLS-Profi, Verantwortung zu übernehmen, und sprach auch keine öffentliche Entschuldigung aus.

Auch die Schiedsrichtergewerkschaft Professional Soccer Referees Association (PSRA) verurteilte das Verhalten scharf und warf Higuaín körperliche Übergriffigkeit sowie Sexismus vor. Laut PSRA habe er die Hand der Schiedsrichterin gegriffen und trotz dreimaliger Aufforderung nicht losgelassen, um seine abwertende Bemerkung zu unterstreichen.

Die Gewerkschaft kritisierte die anfängliche Zwei-Spiele-Sperre als viel zu milde und forderte mindestens sechs Spiele Pause. "Frauen machen das Spiel auf jeder Ebene besser. Sie sollten keine Einschüchterungen oder abwertenden Kommentare ertragen müssen", hieß es in einer Stellungnahme der PSRA.

"Unsere Schiedsrichterinnen haben ihre Klasse auf der Weltbühne bewiesen. Sie verdienen denselben Respekt, dieselbe Würde und ein ebenso sicheres Arbeitsumfeld wie alle anderen Offiziellen."