In einem veröffentlichten Klub-Statement bedankt sich der FC Liverpool bei seinem Meistertrainer der letzten Saison. "Die Dankbarkeit für das Erreichte könnte nicht größer sein", liest es sich auf der Vereinsseite weiter: "Gleichzeitig ist man gemeinsam zum Entschluss gekommen, das eine Veränderung notwendig ist, um den Klub weiter nach vorne zu bringen".
Diese Entscheidung sei "nicht leicht" gefallen, vor allem weil der Niederländer die Mannschaft durch "eine der schwierigsten Perioden der Geschichte mit dem plötzlichen Tod von Diogo Jota geführt hat".
Arne Slot war im Sommer 2024 nach einer erfolgreichen Zeit beim niederländischen Traditionsverein Feyenoord in die Premier League gewechselt. Obwohl Liverpool damals auf teure Neuzugänge verzichtete, führte der Nachfolger von Jürgen Klopp die Mannschaft auf Anhieb zur Meisterschaft.
Neuzugänge schlugen nicht ein
Es folgte ein spektakulärer Transfersommer, in dem die Reds fast 500 Millionen Euro in Neuzugänge investierten. Doch die Neuzugänge wurden hohen Erwartungen nicht sofort gerecht.
Alexander Isak kam für eine Ablöse über 145 Millionen Euro von Newcastle United – und erzielte in 14 Ligaeinsätzen gerade einmal drei Tore. Florian Wirtz kam für 125 Millionen Euro nach Anfield und avancierte dadurch zum teuersten deutschen Spieler aller Zeiten. Er benötigte aber lange, um sich an die robuste Spielweise auf der Insel zu gewöhnen.

Dem ehemaligen Frankfurter Hugo Ekitike, der immerhin 95 Millionen Euro gekostet hat, zeigte im LFC-Trikot zwar sofort starke Leistungen – er sammelte in der abgelaufenen Saison 22 Scorerpunkte – doch der Franzose zog sich vor wenigen Wochen einen Achillessehnenriss zu, wodurch er langfristig ausfällt.
Zudem war Slot in einen öffentlich ausgetragenen Streit mit Vereinslegende Mo Salah geraten, der schlussendlich in einen ablösefreien Abgang des 33-jährigen Ägypters mündete.
Iraola Favorit auf Nachfolge
Andoni Iraola, der den AFC Bournemouth überraschenderweise auf den sechsten Platz geführt hat, gilt als Favorit auf die Nachfolge des Niederländers an der Anfield Road.
Allerdings soll der 43-jährige Spanier diversen Medienberichten zufolge bereits eine Einigung mit Bayer Leverkusen in Aussicht haben. Klar ist jedoch: Wenn der FC Liverpool anklopft, dürfte die Werkself leer ausgehen.

Zuvor galt lange Zeit Xabi Alonso als möglicher Kandidat auf die Slot-Nachfolge – zumal der ehemalige Mittelfeldspieler an der Merseyside die erfolgreichste Zeit seiner Karriere verbracht hat und dort mit Wirtz sein ehemaliger Musterschüler im Kader steht. 2004 gewann der Baske mit Liverpool die UEFA Champions League.
Allerdings hat der 44-Jährige kürzlich einen langfristigen Vertrag beim Ligarivalen FC Chelsea unterschrieben.
