Die Lage ist prekär: Tottenham liegt nur einen mickrigen Punkt vor West Ham (Platz 18) und Nottingham Forest (Platz 17). Um den Klassenerhalt zu sichern, ist gegen Liverpool und im direkten Duell gegen Forest nächste Woche Zählbares Pflicht.
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Tudor nutzte die Pressekonferenz, um seine Profis in die Pflicht zu nehmen. Er fordert mehr Biss und Selbstbewusstsein: "Natürlich ist es schwierig. Nicht nur wegen des letzten Spiels, sondern wegen der gesamten Phase. Es ist eine gewaltige Herausforderung, das Ruder herumzureißen. Aber wie im echten Leben entscheidet man selbst über die eigene Perspektive."
Personalnot: Romero und Palhinha fehlen weiterhin
Der Coach wurde deutlich: "Man kann weinen oder kämpfen. Man kann das Opfer sein oder man kann Dinge verändern. Genau das habe ich den Spielern klargemacht. Das Glas ist entweder halb leer oder halb voll. Wer den Mut besitzt aufzustehen, wird als besserer Mensch und besserer Spieler aus dieser Krise hervorgehen. Es geht jetzt um uns als Einheit, nicht um den ganzen Scheiß drumherum."
Trotz seiner kämpferischen Worte dämpfte Tudor die Erwartungen beim Personal. Er bestätigte, dass Joao Palhinha und Cristian Romero definitiv ausfallen werden: "Nein, sie sind nicht dabei. Auch Micky van de Ven fehlt. Yves Bissouma fällt zudem mit einer Muskelverletzung aus. Bei Conor Gallagher hoffen wir trotz Fieber auf einen Einsatz."
Die personelle Situation bezeichnete Tudor als frustrierend: "Es ist eine enorme Herausforderung, überhaupt eine Startelf zu formieren. In diesem Verein scheint das Dauerzustand zu sein. Kaum bauen wir etwas auf, grätschen uns eine Rote Karte oder drei, vier Verletzungen dazwischen. Ich habe in meiner gesamten Karriere noch nie erlebt, dass in jedem Spiel zwei Leistungsträger wegbrechen. Das ist extrem ungewöhnlich, aber wir müssen die Dinge akzeptieren, die wir nicht beeinflussen können, und dort ansetzen, wo wir es können."
Das Spiel in Anfield wird für Tudor wohl zum Endspiel: Berichten zufolge droht ihm bei der fünften Pleite in Serie die Entlassung. Als potenzieller Nachfolger steht Sean Dyche bereits in den Startlöchern – er wäre der vierte Trainer in einer für den Klub bisher katastrophalen Saison.
