Dass Wirtz jede Woche auf der Zehn spiele, müsse aufhören: "Liverpool hat ihm genügend Chancen gegeben. Er muss aus der Mannschaft genommen werden", schimpfte der 48-Jährige, der von 1996 bis 2013 für die Reds gespielt hatte, bei Sky Sports.
Er wolle nicht ständig auf Liverpool-Spielern "herumhacken", aber Wirtz sei "seit etwa 55 bis 60 Spielen hier, und ich sehe immer noch keine Veränderung". Sein Fazit: "Dieser Transfer funktioniert nicht."
Wirtz, der in den ersten sechs Saisonspielen ohne Treffer geblieben ist, konnte auch gegen die vom Finanzskandal verfolgte Mannschaft aus Manchester kaum Akzente setzen. Als etwa ein halbherziger Abschluss deutlich am Tor vorbeiging, schlugen gleich mehrere seiner Mitspieler frustriert die Hände über dem Kopf zusammen.
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Auch die Daily Mail fällte anschließend ein hartes Urteil: "Florian Wirtz war die größte Enttäuschung unter den 22 Spielern, die von Beginn an auf dem Platz standen."
Bekommt Klopp Wirtz wieder hin?
Dabei hatte man sich in Liverpool nach der langen Länderspielpause eigentlich einen Aufschwung erhofft. In den Nations-League-Spielen gegen Serbien und Griechenland hatte der 23-Jährige jeweils über die volle Distanz gespielt, gegen Serbien sogar getroffen - er war als Kapitän kaum zu stoppen.
Carragher hoffte, "dass es vielleicht die letzte Hoffnung sein könnte, wenn Jürgen Klopp ihn bei der deutschen Nationalmannschaft unter seine Fittiche nimmt". Doch diese Hoffnung erwies sich als "trügerisch", wie The Athletic resümierte. Das Portal bezeichnete Wirtz als "Schwachpunkt".

Etwas versöhnlicher zeigte sich der frühere Nationalspieler Thomas Hitzlsperger. "Da waren gute Sachen dabei, aber es war zu wenig", sagte er. Die Kritik hänge vor allem mit der dreistelligen Millionenablöse zusammen: "Die Leute sehen einen Spieler, der so viel kostet, und von dem erwarten sie eben doch mehr." Hitzlspergers Fazit: "Es wird für ihn ungemütlich werden."
Der Oktober könnte für Wirtz richtungsweisend werden. In den nächsten drei Wochen stehen für Liverpool jeweils zwei Partien pro Woche an – in der Premier League, der Champions League und im League Cup. Gelegenheiten, sich aus der Kritik herauszuspielen, dürfte der Offensivspieler also bekommen.
