Der Brasilianer, der sich aktuell von einer Meniskusoperation erholt, kehrte Anfang des vergangenen Jahres zu Santos zurück. Zuvor war sein Engagement bei Al Hilal enttäuschend verlaufen, nicht zuletzt aufgrund eines schweren Kreuzbandrisses. Doch auch in der Heimat blieb Neymar vom Verletzungspech nicht verschont, was sich lange Zeit auf seine Leistungen auswirkte.
Zum Saisonende zeigte der Angreifer jedoch noch einmal seine Klasse: In den letzten fünf Ligaspielen erzielte er fünf Treffer und führte Santos auf Rang zwölf der brasilianischen Liga. Damit qualifizierte sich der Klub zudem für die kommende Copa Sudamericana.
Trotz anhaltender Schmerzen spielte Neymar weiter, ehe er sich zwei Tage vor Weihnachten einer Meniskusoperation unterzog. In dieser Phase sagte er laut seinem Vater erschöpft: "Ich schaffe das nicht mehr", so Neymar damals. "Ich brauche eine Operation, aber ich weiß nicht einmal, ob es das wert ist. Ich bin müde."
Fokus auf die Weltmeisterschaft
Trotz aller Rückschläge hält Neymar unbeirrt an seinem großen Ziel fest: der Rückkehr in die brasilianische Nationalmannschaft. Seit Oktober 2023 hat er kein Länderspiel mehr bestritten, nachdem er sich im WM-Qualifikationsspiel gegen Uruguay erneut das vordere Kreuzband gerissen hatte.
Besonders die Hoffnung auf eine Teilnahme an der bevorstehenden Weltmeisterschaft treibt ihn weiter an. Aus diesem Grund unterschrieb er zum Jahresende 2025 einen neuen Einjahresvertrag bei Santos.
Als Rekordtorschütze Brasiliens mit 79 Treffern in 128 Länderspielen muss Neymar nun den neuen Nationaltrainer Carlo Ancelotti von sich überzeugen. Dieser äußerte sich zuletzt zurückhaltend: "Wenn wir über Neymar sprechen, müssen wir auch andere Spieler berücksichtigen. Wir müssen an Brasilien denken – eine Mannschaft, die sowohl mit als auch ohne Neymar stark sein kann."
Bei der WM trifft die fünffache Titelträgernation in Gruppe C auf Marokko, Haiti und Schottland.
Eine außergewöhnliche Karriere
Neymar begann seine Profikarriere bei Santos, wo er zwischen 2009 und 2013 den internationalen Durchbruch schaffte. Anschließend wechselte er zum FC Barcelona, mit dem er zweimal die spanische Meisterschaft gewann und in der Saison 2014/15 das Triple inklusive Champions-League-Triumph feierte.
2017 folgte der spektakuläre Transfer zu Paris Saint-Germain für die damalige Rekordsumme von 222 Millionen Euro. Mit PSG gewann er unter anderem fünf Meistertitel in der Ligue 1 sowie zahlreiche weitere Trophäen.
