Der Vorfall hatte sich wenige Minuten nach Beginn der zweiten Halbzeit in der Serie-A-Partie zwischen Cremonese und Inter (0:2) ereignet. Ein aus dem Gästeblock geworfener Knallkörper detonierte in unmittelbarer Nähe von Audero, der kurzzeitig benommen zu Boden ging. Der Torhüter konnte die Partie nach kurzer Unterbrechung fortsetzen.
Spieler von Inter, darunter der deutsche Nationalspieler Yann Aurel Bisseck, eilten zu Audero und verurteilten den Vorfall deutlich. Klubpräsident Giuseppe Marotta sprach von einem "isolierten und inakzeptablen Vorfall", der nichts mit den Werten des Sports zu tun habe.
Sportrechtliche Konsequenzen für Inter?
Marotta lobte zugleich das Verhalten Auderos, der die Partie trotz des Vorfalls beendete. Nach Angaben aus Sicherheitskreisen wurde der mutmaßliche Täter nach seiner Verletzung von anderen Anhängern angegriffen.
Der Vorfall ereignete sich vor den Augen von Ligapräsident Ezio Simonelli und könnte sportrechtliche Konsequenzen haben. Inter droht eine Geldstrafe von bis zu 50.000 Euro sowie eine mögliche Teilsperrung der Fankurve. Nach Spielende verzichteten die Mailänder Profis darauf, die eigenen Fans zu grüßen. Verteidiger Alessandro Bastoni erklärte, man habe damit ein klares Zeichen gegen Gewalt setzen wollen.
