Es war kein spielerisches Feuerwerk, das die Zuschauer in der Sardegna Arena erlebten, aber es war eine Demonstration an Effizienz und defensiver Stabilität. Mit dem fünften Sieg in Folge gegen Cagliari festigte Napoli den zweiten Tabellenplatz und bleibt der erste Jäger von Spitzenreiter Inter.
Zum Match-Center: Cagliari Calcio vs. SSC Neapel
Die Partie begann schlecht für die Gastgeber: Keine 90 Sekunden waren gespielt, als eine Fehlerkette die Männer aus Sardinien ins Hintertreffen brachte. Torhüter Elia Caprile verlor den Ball unglücklich gegen den heranstürmenden Rasmus Højlund, was zu einer frühen Ecke führte.
Neapel führte den Standard kurz aus und flankte scharf an den langen Pfosten. Im dort entstehenden Strafraum-Chaos bewahrte Neuzugang Scott McTominay die Übersicht: Nachdem der Ball zunächst nur den Pfosten touchiert hatte, staubte der Schotte aus kürzester Distanz zur frühen 1:0-Führung ab (2.).
Cagliari wirkte geschockt und hätte sich beinahe direkt den zweiten Gegentreffer gefangen. Matteo Politano prüfte Caprile mit einem gefährlichen Schuss aufs kurze Eck, doch der Keeper reagierte diesmal glänzend und verhinderte Schlimmeres.
Offensiv-Vakuum bei Cagliari
In der Folge flachte die Partie spielerisch ab. Napoli kontrollierte das Geschehen, ohne jedoch die letzte Konsequenz im Angriffsspiel zu zeigen. Dass die Führung zur Pause dennoch nie in Gefahr geriet, lag vor allem an der Harmlosigkeit der Gäste. Cagliari gelang es über die gesamte erste Halbzeit nicht, auch nur einen einzigen Schuss auf das Gehäuse von Napoli-Schlussmann Vanja Milinković-Savić abzugeben.

Auch nach dem Seitenwechsel änderte sich das Bild kaum. In der 55. Minute bot sich Matteo Politano die große Chance zur Vorentscheidung, als er steil geschickt wurde, doch sein flacher Abschluss war zu unplatziert und landete sicher in den Armen von Caprile.
Souveräne Schlussphase trotz Unterbrechungen
Cagliaris Trainer Fabio Pisacane versuchte in der Schlussphase, mit frischem Personal von der Bank neue Impulse zu setzen. Doch der Spielfluss litt unter zahlreichen Unterbrechungen, sodass die Sarden nie den nötigen Druck aufbauen konnten, um Napoli ernsthaft in Verlegenheit zu bringen. Die Defensive der Gastgeber stand felsenfest und ließ bis zum Abpfiff keinen einzigen Torschuss zu – ein statistisches Armutszeugnis für die Gäste.

Mit diesem vierten Sieg in Serie rückt Napoli (bei einem Spiel mehr) bis auf sechs Punkte an Inter Mailand heran. Für Cagliari hingegen wird die Lage brenzlig: Seit nunmehr sieben Ligaspielen wartet das Team auf einen Dreier. Sollte die Konkurrenz am Wochenende punkten, könnte der Vorsprung auf die Abstiegsränge auf magere drei Zähler schrumpfen.
