Eklat um Vinicius Júnior – Xabi Alonso winkt erster Titel mit Real

Vinicius Júnior stand gegen Atlético im Mittelpunkt
Vinicius Júnior stand gegen Atlético im MittelpunktISMAEL ADNAN YAQOOB / ANADOLU / ANADOLU VIA AFP

Kurz nach seinem Fast-Rauswurf bei Real Madrid winkt Xabi Alonso nun der erste Titel mit den Königlichen – im Pokal-Halbfinale gegen Atlético ging es hoch her. Insbesondere das Verhalten von Superstar Vinicius Júnior sorgte für Aufsehen

Xabi Alonso war sauer. Richtig sauer. "Nicht alles ist akzeptabel", sagte der Coach von Real Madrid, der Zoff zwischen seinem Spieler Vinicius Júnior und Trainer-Konkurrent Diego Simeone von Stadtrivale Atlético im Halbfinale der Supercopa hatte ihn mächtig aufgeregt.

"Ich mag es nicht, wenn meine Spieler so behandelt werden. Das ist kein gutes Beispiel für Sportsgeist", sagte Alonso nach dem 2:1 (1:0) in Saudi-Arabien.

Simeone droht Vini Jr.

Doch über das Ergebnis sprach nachher eigentlich kaum noch jemand. Schon in der ersten Hälfte waren "Vini" und Simeone an der Seitenlinie verbal aneinandergeraten, bei der Auswechslung des Angreifers aus Brasilien kurz vor Schluss ging es dann noch einmal heiß her, es kam zu einem kleinen Tumult.

Real-Präsident Florentino Perez werde "dafür sorgen, dass du gefeuert wirst", soll Simeone Vinicius unter anderem zugerufen haben: "Merk dir, was ich dir sage".

Vorausgegangen waren laut Marca und AS Sticheleien des Angreifers. Und als Vinicius auf dem Weg in die Kabine ausgebuht wurde, soll Simeone noch einmal nachgelegt haben: "Hör hin, hör hin". Nationalverteidiger Antonio Rüdiger versuchte, seinen aufgebrachten Teamkollegen zu beruhigen.

Alonso fordert Respekt ein

Simeone wollte sich später nicht mehr zu dem Aufreger äußern. "Was auf dem Spielfeld passiert, bleibt auf dem Spielfeld. Das haben wir schon als Kinder so gemacht. Mehr gibt es dazu nicht zu sagen", meinte der Argentinier. Ob die Worte wirklich so gefallen seien? "Ich kann mich nicht erinnern, ich habe ein schlechtes Gedächtnis."

Doch Alonso wollte die Sache nicht so einfach auf sich beruhen lassen. "Ich behandle Rivalen nicht so, man muss seinen Gegner respektieren", sagte der 44-Jährige, dem am Sonntagabend (20 Uhr/DAZN) im Finale gegen den Erzrivalen FC Barcelona um Trainer Hansi Flick ein gutes halbes Jahr nach seinem Abschied von Bayer Leverkusen plötzlich der erste Titel mit den Königlichen winkt.

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