Winners and Losers: Macclesfield historisch – McTominay und Raphinha glänzen doppelt

Macclesfield sorgte am Wochenende mit einem märchenhaften FA-Cup-Sieg für Schlagzeilen.
Macclesfield sorgte am Wochenende mit einem märchenhaften FA-Cup-Sieg für Schlagzeilen.Flashscore // DARREN STAPLES / AFP

Das Fußballwochenende neigt sich dem Ende zu, doch in Macclesfield dürfte noch immer gefeiert werden. Der sensationelle FA-Cup-Erfolg des Underdogs sorgte landesweit für Schlagzeilen. Auch andernorts gab es große Gewinner – etwa Raphinha und Scott McTominay mit ihren Doppelpacks. Gleichzeitig lieferten einige Akteure unschöne Szenen. Wir blicken zurück auf die Gewinner und Verlierer des Wochenendes.

Gewinner: Macclesfield

Der Name dieses kleinen Klubs war am Wochenende in aller Munde. Das mutige Team um John Rooney, den jüngeren Bruder von Manchester-United-Legende Wayne Rooney, schockte im FA Cup ausgerechnet den Titelverteidiger Crystal Palace mit einem 2:1-Erfolg.

Damit schrieb Macclesfield Geschichte: Als Sechstligist ist der Klub das erste Team außerhalb der fünf höchsten Profi- und Halbprofiligen, das den amtierenden FA-Cup-Sieger aus dem Wettbewerb warf. Ein Kunststück, das zuletzt in der Saison 1908/09 gelang, damals kurioserweise ebenfalls Crystal Palace.

Verlierer: Kevin Behrens

Für Kevin Behrens verlief das Testspiel des FC Lugano gegen Viktoria Plzen alles andere als ruhig. In der zweiten Halbzeit ging der ehemalige Bundesliga-Stürmer verbal und körperlich auf seinen eigenen Mitspieler Georgios Koutsias los.

Der völlig überraschte Angreifer wurde zunächst zu Boden gestoßen und anschließend wüst beschimpft. Nur das schnelle Eingreifen der Mitspieler verhinderte eine Eskalation. Behrens wurde kurz darauf ausgewechselt, Lugano kündigte eine interne Untersuchung sowie mögliche Disziplinarmaßnahmen an.

Für Behrens ist es nicht das erste Mal, dass er mit nicht-fußballerischen Eskapaden auffällt: Während seiner Zeit beim VfL Wolfsburg machte er mit homophoben Äußerungen auf sich aufmerksam, für die er sich später entschuldigte.

Gewinner: Younes Ebnoutalib

Wie schnell sich eine Karriere wenden kann, erlebte Younes Ebnoutalib am eigenen Leib. Noch zu Saisonbeginn spielte der 22-Jährige in der sechsten Liga bei Gießen. Nach einer starken Spielzeit in der 2. Liga mit Elversberg folgte der nächste große Schritt: ein Wechsel für acht Millionen Euro zu Eintracht Frankfurt.

Doch damit nicht genug. Beim Bundesliga-Duell gegen Borussia Dortmund stand Ebnoutalib direkt in der Startelf und krönte sein Debüt prompt mit einem Tor. Sein Treffer trug maßgeblich zum spektakulären 3:3-Unentschieden bei.

Verlierer: Ricardo Pepi

Für Ricardo Pepi wurde der Sieg von PSV Eindhoven gegen Excelsior Rotterdam teuer erkauft. Zwar erzielte der US-Amerikaner das zwischenzeitliche 2:0, landete danach jedoch unglücklich und brach sich den Unterarm.

Die Folge: mindestens zwei Monate Pause. Besonders bitter, da PSV erst kürzlich ein Angebot von Fulham über 25 Millionen Euro abgelehnt hatte. Positiv bleibt immerhin, dass Pepi rechtzeitig zur Weltmeisterschaft wieder fit werden dürfte.

Gewinner: Antoine Semenyo

Pep Guardiola ließ im FA Cup nichts anbrennen und schickte Manchester City mit einer starken Startelf gegen Exeter City aufs Feld. Einer der auffälligsten Akteure: Antoine Semenyo.

Der Neuzugang von AFC Bournemouth benötigte keine Stunde, um bei seinem Debüt ein Tor und eine Vorlage zu liefern. Beim 10:1-Kantersieg schrieb er zudem Vereinsgeschichte: als erster City-Spieler seit Sergio Agüero im Jahr 2011 mit Tor und Assist bei seinem Pflichtspieldebüt.

Verlierer: Joao Palhinha & Lass Kourouma

Die Feiertage sollten eigentlich für Besinnlichkeit sorgen, doch João Palhinha und Lass Kourouma ließen davon wenig erkennen.

Palhinha, Mittelfeldspieler der Tottenham Hotspur, ließ sich nach dem FA-Cup-Erfolg von Aston Villa zu einer Tätlichkeit gegen Morgan Rogers hinreißen und löste eine Rudelbildung aus.

In Spanien sorgte Kourouma für noch größere Aufregung: Der eingewechselte Spieler von Girona FC attackierte den am Boden liegenden Aimar Oroz von CA Osasuna – mit anschließender Massenschlägerei und Roter Karte. Trainer Míchel Sánchez entschuldigte sich anschließend öffentlich.

Gewinner: Robin Roefs

Nicht nur Macclesfield brachte im FA Cup Helden hervor. Auch Robin Roefs schrieb seine eigene Geschichte. Der Torhüter von Sunderland AFC avancierte im Elfmeterschießen zum Matchwinner.

Zwar hatte James Garner ihn zuvor noch per Elfmeter überwunden, doch im Shootout parierte Roefs alle drei Versuche der Gegner (inklusive Garners) und sicherte Sunderland das Weiterkommen.

Verlierer: Wolfsburg

Ein rabenschwarzer Start ins neue Jahr für den VfL Wolfsburg: Beim 1:8 gegen den FC Bayern München kassierten die Niedersachsen die höchste Bundesliga-Niederlage ihrer Vereinsgeschichte. Torhüter Kamil Grabara konnte einem leidtun, ganze acht Mal musste er hinter sich greifen.

Als wäre das nicht genug, unterliefen Wolfsburgs Abwehrspielern in den letzten drei Spielen gleich vier Eigentore. Ein kleiner Lichtblick bleibt immerhin: Unter Trainer Daniel Bauer traf das Team in neun Bundesliga-Partien in Folge, so viele wie zuletzt Ende 2024.

Gewinner: Scott McTominay & Raphinha

Zwei Doppelpacks, zwei unvergessliche Abende. Raphinha erzielte im Finale des spanischen Supercups gegen Real Madrid gleich zwei Treffer und führte den FC Barcelona damit zum ersten Titel des Jahres.

McTominay traf ebenfalls doppelt – ausgerechnet im San Siro gegen Inter Mailand. Seine Tore sicherten SSC Napoli einen wichtigen Punkt im Titelrennen. Bemerkenswert: Inter ist nun das erste Team, gegen das der Schotte in drei verschiedenen Serie-A-Spielen getroffen hat.