"Ich habe es nicht bemerkt. Erst nach dem Spiel ist es mir aufgefallen, nachdem ich bereits mehrfach darauf angesprochen wurde", sagte Jesus. Auf die Frage, warum sich Ronaldo nicht bei den Fans bedankt habe, ergänzte er: "Das müsst ihr ihn selbst fragen. Ich kann seine Gedanken nicht lesen, aber ich werde es wissen, wenn ich mit ihm spreche." Zugleich stellte der 72-Jährige klar, dass er weiterhin auf den Superstar setzt: "Nur weil er heute nicht gespielt hat, bedeutet das nicht, dass ich nicht auf ihn zähle."
Jesus: "Nationalmannschaft gehört uns allen"
Vor der Partie habe er Ronaldo bereits über dessen Nichtberücksichtigung für die Startelf informiert und ihm einen Einsatz im Laufe des Spiels in Aussicht gestellt. Dazu kam es letztlich nicht. "Der Fußball gibt dir bestimmte Dinge vor. In diesem Fall hatte ich nicht das Gefühl, dass es gerechtfertigt gewesen wäre, den Stürmer zu wechseln", erklärte Jesus. Für Ronaldo war es das erste Mal seit 18 Jahren, dass er bei der Nationalmannschaft über die komplette Spielzeit in einem Pflichtspiel auf der Bank saß.
Mit Blick auf die nächste Partie gegen Dänemark am Donnerstag deutete Jesus eine Rückkehr Ronaldos in die Startelf an. Zugleich verwies er auf dessen Rolle als Kapitän: "Die Nationalmannschaft gehört uns allen." Was genau hinter Ronaldos Verhalten stecke, könne er erst nach einem persönlichen Gespräch beurteilen.
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