Anton Latuska
Weltmeister: Spanien
Blickt man auf die Einzelspieler der Furia Roja, kann man sich schon fragen, ob Spanien wirklich zu den ganz großen Favoriten zählt: Neben Stars wie Rodri, Pedri oder Lamine Yamal sind mit Torhüter Unai Simon, Abwehrmann Aymeric Laporte oder Real Sociedads Mikel Oyarzabal auch Spieler im Team, die man nicht in die erste Riege der WM-Kicker einordnen würde.
Was den amtierenden Europameister aber auszeichnet, ist die mannschaftliche Geschlossenheit und die klare Spielidee. Dank dieser Attribute folgt nach dem EM- nun auch der WM-Titel.
Größte Überraschung: Norwegen
Zum ersten Mal in diesem Jahrtausend ist Norwegen bei einer WM dabei – und die Skandinavier kommen mit mächtig Euphorie. Erling Haaland & Co. haben mit Frankreich, Senegal und Irak zwar keine leichte Gruppe erwischt, dafür sieht der Turnierbaum bei Erreichen des zweiten Platzes machbar aus. Auch in einem potenziellen Achtelfinale gegen Brasilien sind sie nicht zu unterschätzen und könnten für eine echte Sensation sorgen.

Größte Enttäuschung: USA
Es ist weder am Geld, noch an der Kompetenz an der Seitenlinie gescheitert, dass Co-Gastgeber USA kurz vor dem Turnier noch nach der großen Euphorie sucht.
Die bittere Wahrheit: Die fehlende Qualität der Mannschaft um Hoffnungsträger Christian Pulisic macht das Träumen von einem weiten Turnierlauf fast unmöglich. Es würde mich nicht überraschen, wenn bereits in der ausgeglichenen Gruppe mit Paraguay, Australien und der Türkei Schluss wäre.
Torschützenkönig: Julian Alvarez
Auch Titelverteidiger Argentinien profitiert von einem weitgehend machbaren Turnierbaum, weshalb ich sie erneut tief in der K.o.-Phase sehe. Während Lichtgestalt Lionel Messi sich mehr um die Assists kümmert, wird Julian Alvarez nach einer starken Saison bei Atletico Madrid nun auch auf der Weltbühne glänzen. Selbst ein Treffer des ehemaligen City-Stürmers im Finale wird allerdings nicht reichen, um die Spanier am Titelgewinn zu hindern.

Bester Torhüter: Orjan Nyland
In grauer Vorzeit noch bei Ingolstadt aktiv und bei Leipzig auf der Bank, feiert Routinier Orjan Nyland im Tor der Norweger den Sommer seiner Karriere.
Mit über 70 Länderspielen steht er exemplarisch für die Entwicklung im Team der Rot-Blauen vom Quali-Punktelieferant zum WM-Geheimfavorit. Als Fels in der Brandung rettet er seiner Mannschaft ein ums andere Mal das Weiterkommen und wird mit dem Titel des Torhüters des Turniers belohnt.
Größte Entdeckung: Nico Paz
Als Entdeckung gilt Nico Paz nur für diejenigen, die seine überragenden Leistungen in der italienischen Serie A nicht verfolgt haben. Auch sie dürfen sich freuen, den Dribbler kennenzulernen, der Aufsteiger Como 1907 in die Champions League geschossen hat.

Der Argentinier dürfte sich mit Thiago Almada um den Platz in der Stammelf streiten, spätestens nach einem starken ersten Spiel gegen Algerien kommt Trainer Lionel Scaloni aber nicht mehr um den 21-Jährigen herum.
Claas Becker
Weltmeister: Spanien
Auch in diesem Jahr wird die Titelfrage nicht ohne Spanien zu klären sein. Der Europameister hat einen jungen wie erfahrenen Kern aus Spielern, der bereits vor zwei Jahren kaum zu schlagen war. Yamal wurde seitdem nur besser und Pedri ist wieder bei alter Stärke. Generell ist ein unfassbar starker Barca-Block mit seiner Eingespieltheit nur schwer zu brechen.

Größte Überraschung: Norwegen
Erst zum vierten Mal ist Norwegen bei einer Weltmeisterschaft dabei und bringt dabei einen beeindruckenden Kader mit. Angeführt von Erling Haaland und Martin Ödegaard hat der Kader der Skandinavier mittlerweile auch eine überzeugende Breite. Dazu kommt die glückliche Auslosung: Als Gruppensieger trifft man nur auf einen Dritten, als Zweiter auf den Zweiten der Deutschland-Gruppe E.
Größte Enttäuschung: USA
Seit 1990 sind die USA quasi Dauergast bei Weltmeisterschaften, doch im eigenen Land ist die Motivation so hoch wie nie. Dazu kommen Stars wie Pulisic, der Ex-Augsburger Pepi oder Ex-Schalker McKennie.
In einem aufgeblähten Turnier hat man mit der Türkei und Australien aber durchaus harte Gegner erwischt. Und auch gegen Paraguay wussten man im November nicht unbedingt zu überzeugen. Gut möglich, dass die US-Euphorie früh endet.

Torschützenkönig: Kylian Mbappé
Schon nach der letzten Weltmeisterschaft schien es klar, dass Mbappé eines Tages den WM-Torrekord von Miroslav Klose knacken wird. In 14 Spielen traf er bereits 12-mal – auf der größten Bühne der Welt wird der Real-Star nur besser. Mit einer 42-Tore-Saison in 44 Spielen für Real Madrid im Rücken, könnten die Vorzeichen kaum eindeutiger zum Franzosen zeigen.
Bester Torhüter: Emiliano Martínez
Martínez gewann in den Jahren 2023 und 2024 die Yashin-Trophäe für den besten Torhüter und wurde auch bei der letzten WM als eben jener ausgezeichnet. Der Argentinier ist neben dem abwesenden Gianluigi Donnarumma der wohl beste Torhüter der letzten Jahre. Dazu erwischte er mit Algerien, Österreich und Jordanien eine Gruppe, in der es gut möglich ist, mit drei Zu-Null-Spielen ins Turnier zu starten.
Größte Entdeckung: Ayyoub Bouaddi
Mit gerade einmal 18 Jahren hat Bouaddi bereits zwei komplett Saisons in der heimischen Ligue 1 hinter sich. Erst Ende Mai debütierte der Lille-Mittelfeldspieler für Marokko und repräsentierte zuvor noch Geburtsland Frankreich.
Direkt durfte er 90 Minuten ran und verdrängte seine talentierten Kollegen erstmal auf die Bank. Bei der WM erwartet Marokko zwar Brasilien, doch mit Schottland und Haiti hat das Team um PSG-Star Hakimi dennoch gute Chancen auf ein langes Turnier.
Sämtliche WM-Kader in der Übersicht
FIFA WM 2026
Die FIFA Fußball-Weltmeisterschaft 2026 wird vom 11. Juni und 19. Juli in den USA, Kanada und Mexiko ausgetragen. In zwölf Gruppen kämpfen zunächst 48 Mannschaften um den Einzug in die erste von erstmals insgesamt fünf K.o.-Runden.
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Heik Kölsch
Weltmeister: Frankreich
Zwei WM-Finals in Folge, dabei einen Titel gesammelt, aber oft genug auch enttäuschenden Fußball gezeigt. Enttäuschender Fußball, vor allem für die Qualität des Kaders, die weltweit mit großem Abstand unerreicht ist. Meiner Meinung nach ist Frankreich trotz Didier Deschamps in der Weltspitze – und müsste unter normalen Umständen der haushohe Favorit auf den Titel und das aktuell unangefochtene Team im Weltfußball sein.

Der Coach steht nun vor seinem letzten Turnier und ich bin mir sicher, dass wir bereits 2028 eine wesentlich furioser aufspielende "Équipe Tricolore" sehen werden. Bei einem Turnier mit fünf K.-o.-Phasen geht mein Tipp dennoch auch bei dieser Endrunde bereits an Frankreich – allein, weil es aufgrund der immensen Kader-Qualität das am schwersten zu schlagende Team ist.
Größte Überraschung: Elfenbeinküste
Eine Mannschaft, die ein wenig unter dem Radar fliegt, aber individuell stark besetzt ist und in Emerse Faé einen für die Mannschaft idealen Trainer gefunden hat. Die Elfenbeinküste könnte bei der WM für Furore sorgen, denn neben einer gut besetzten Offensive überzeugte das Team um die Bundesliga-Shootingstars Bazoumana Touré und Yan Diomande vor allem defensiv: kein Gegentor in zehn Spielen in der WM-Quali.
Beim Testsieg gegen Frankreich kurz vor dem Beginn des Turniers hat man zudem eindrucksvoll bewiesen, dass die Form stimmt. Bei entsprechender Konstellation und mit dem nötigen Glück sehe ich ein Viertel- oder vielleicht sogar ein Halbfinale als möglich an.

Größte Enttäuschung: Argentinien
Der Weltmeister ist in diesem Jahr individuell deutlich stärker besetzt als im Weltmeisterjahr 2022. Allerdings wird Lionel Messi nicht jünger. Ob die prägende Figur der Südamerikaner auf der größten Bühne erneut liefern kann, ist fraglich. Darüber hinaus muss man der Antwort nachgehen, ob das Team nicht vielleicht satt ist.
Auch die Schiedsrichter-Polemik hinter dem 2022er-Titel wird es in diesem Jahr mit Sicherheit nicht geben, da die Unparteiischen sich des Drucks, der nach der enormen Kritik vor vier Jahren entstanden war, bewusst sein werden. Die Gruppe wird der Weltmeister mit Sicherheit überstehen. Ich sehe aber eine gute Möglichkeit, dass Argentinien bei der ersten größeren Hürde direkt ausscheidet.
Torschützenkönig: Mikel Oyarzabal
25 Tore in 53 Länderspielen, und zuletzt sechs Tore in sechs Quali-Spielen und weitere drei Treffer in den WM-Testspielen gegen Serbien und Peru. Klar ist: Oyarzabal passt perfekt ins System von Luis de la Fuente. Mit 18 Treffern in 40 Saisonspielen bei Real Sociedad blickt er zudem auf ein starkes Jahr in Spanien zurück.

In der Nationalmannschaft könnte er von den wesentlich stärkeren Mitspielern profitieren, vor allem gegen Teams wie Kap Verde oder Saudi-Arabien in der Vorrunde. Geht man davon aus, dass Spanien weit kommt, ist Oyarzabal ein Name, den man auf der Rechnung haben muss.
Bester Torhüter: Thibaut Courtois
Nach seinem Streit mit Domenico Tedesco und dem damit verbundenen Rücktritt aus der Nationalmannschaft ist Real Madrids Keeper zurück bei den "Red Devils".
Belgien hat sich mit Siegen gegen Tunesien und Kroatien vor der WM in guter Form gezeigt, eine mehr als machbare Gruppe erwischt und könnte im Schatten des einstigen Favoritenstatus eine der Überraschungen des Turniers werden. Ein starker Courtois kann dabei der benötigte Rückhalt in engen Momenten sein.
Größte Entdeckung: Martin Baturina
Lange als das nächste große Talent in Kroatien gehandelt, ging Martin Baturinas Stern in der abgelaufenen Saison bei Como auf. Der im offensiven Mittelfeld flexibel einsetzbare Dribbel-Künstler ist zwar längst kein unbeschriebenes Blatt mehr.

Die WM mit soliden Kroaten, die ihre nächste WM-Medaille ins Auge fassen, könnte für Baturina jedoch genau die Bühne sein, um seinen Marktwert noch weiter zu steigern. Zur Erinnerung: Aston Villa ist erst kürzlich mit einer Offerte über 55 Millionen Euro abgeblitzt, auch der FC Bayern soll den 23-Jährigen intensiv beobachten.
Modus: Neues Format mit 48 Teams erklärt
Henri Briese
Weltmeister: Deutschland
Das Bauchgefühl schlägt hier ganz klar zu, vieles erinnert mich an die WM 2014, als Joachim Löw ebenso immer wieder einen Hagel an Kritik erfuhr und schlussendlich ganz Deutschland Lügen strafte und den WM Titel nach 24 Jahren zurück in die Bundesrepublik brachte. Erneut ist es die Mischung aus Jung und Alt, dazu Manuel Neuer als erfahrener Leader.
Mit einem Triumph bei der diesjährigen WM würde der Bayern-Schlussmann die Debatte um den besten Torhüter aller Zeiten komplett beenden, während ein ganzes Land nach 12 Jahren der Dürre nicht nur einen Erfolg, sondern den ganz großen Wurf feiern darf.

Größte Überraschung: USA
Bereits damals, als es bekannt wurde, wo die WM 2026 stattfinden würde, war ich überzeugt davon, dass die USA alles daran setzen würde, bei diesem Heimturnier einen mehr als nur ordentlichen Auftritt abzuliefern.
Die Jugend-Förderung im Fußball hat über die letzten Jahre andere Level im Land der unbegrenzten Möglichkeiten erreicht und nun will der Mit-Gastgeber seine Früchte ernten. Mit einem enorm talentierten Kader, der mit Richards, Adams & Co. auch ehemalige Bundesliga-Stars beherbergt könnte ein enorm gutes Ergebnis möglich sein.
Ich sehe extrem gute Chancen für ein Einziehen ins Viertelfinale, sollte hier der richtige Gegner warten, wäre es nicht unmöglich ein eigenes Sommermärchen zu schreiben und mit einem Halbfinaleinzug das beste Ergebnis seit fast 100 Jahren zu sichern.
Größte Enttäuschung: Niederlande
Xavi Simons und Matijs de Ligt fehlen verletzt, Jeremie Frimpong wurde ohne gesundheitliche Beeinträchtigung von dem Bondscoach Ronald Koeman zuhause gelassen. Es wäre natürlich aus typisch deutscher Sicht ein Segen, den Nachbar, mit dem man seit Ewigkeiten eine freundschaftliche Rivalität hat, früh rausfliegen zu sehen, aber mit dem aktuellen Kader sehe ich keine großen Wunder geschehen.

Gerade in der Offensive fehlen die Spitzenspieler. Neben dem alternden Depay und Cody Gakpo wird es relativ dünn, sodass man aus einer Mischung zwischen Talenten und Eredivisie-Spielern eine Wahl mit viel Qual haben sollte.
Ich sehe für die Oranje das Aus in einer extrem schwierigen Gruppe mit Schweden, Japan und Tunesien definitiv als möglich, spätestens im Sechzehntelfinale sollte dann aber Schluss sein, was Oranje in tiefe Trauer stürzen wird.
Torschützenkönig: Igor Thiago
Die Brasilianer haben bei der WM 2026 endlich wieder einen Spitzenstürmer, auf den sie bauen können. Igor Thiago lieferte sich lange Zeit in der Premier League ein Duell mit Erling Haaland, hat jedoch mit Brentford nicht das Team-Niveau, dass es braucht, um ihn in der Regelmäßigkeit zu füttern, wie es die Citizens mit dem Norweger konnten.
Bei der Weltmeisterschaft mit der Selecao sieht das hingegen komplett anders aus, gerade die Spiele gegen Haiti und Schottland könnten deutlich werden und ein Grundstein für viele Tore des eiskalten Igor Thiagos werden.

Bester Torhüter: Manuel Neuer
Es passt zu meiner märchenhaften Weltmeister-Vorhersage. Manuel Neuer wird bei seinem, wohl letzten, großen Turnier, nochmal in Vintage-Form unterwegs sein und den Grundstein dafür legen, dass die deutsche Mannschaft sich Runde für Runde bis ins Finale kämpfen kann.
Bei den Bayern hat er in der zweiten Saisonhälfte gezeigt, warum er immer noch nicht aufs Abstellgleis gehört und bei der WM möchte er es nochmal der ganzen Welt beweisen, um schlussendlich als großer Leader und bester deutscher Rückhalt aller Zeiten ein würdiges Ende zu feiern.
Größte Entdeckung: Luka Vuskovic
Durch die Saison beim HSV hat der Kroate bereits die meisten Top-Klubs Europas auf sich gezogen, doch bei der Nationalmannschaft ist der Youngster noch ein unbeschriebenes Blatt.
Das wird sich bei dieser Weltmeisterschaft meiner Sicht nach jedoch ändern, der 18-Jährige ist ein herausragender Verteidiger, der neben besten Anlagen in jeglicher Defensivarbeit auch das Spiel eröffnen und nach Standards gefährlich werden kann.
In einer Gruppe, wo es solche zähen Fighter mit der Leader-Qualitäten braucht, wird er aufblühen und möglicherweise mit Kroatien einen tiefen Lauf bei diesem Turnier starten.
Der komplette Spielplan zur WM 2026
Micha Pesseg
Weltmeister: Spanien
Trainer Luis de la Fuente kann fast auf denselben Stamm zurückgreifen, der Spanien bei der EM 2024 zum Titelgewinn geführt hat. Die Iberer verfügen auf jeder Position über hohe Qualität und zeichnen sich durch eine einheitliche Spielidee aus, die sich im internationalen Geschäft vielfach bewährt hat. Lamine Yamal wird zeigen, dass er schon jetzt zu den besten Spielern aller Zeiten gehört.
Größte Überraschung: Algerien
Die Algerier verfügen über unfassbar viel individuelle Qualität. Spieler wie Rayan Ait-Nouri, Ibrahim Maza oder Mohamed Amoura brennen darauf, sich auf der ganz großen Bühne zu beweisen.

Mit dem 35-jährigen Riyad Mahrez verfügt man zudem über einen Altstar, der bestimmt darauf brennt, ein letztes Mal für Schlagzeilen zu sorgen. Meine Prognose: Algerien wird Gruppe J mit Argentinien, Österreich und Jordanien auf dem ersten Platz beenden – und auch danach noch Spiele gewinnen.
Größte Enttäuschung: Brasilien
Carlo Ancelotti ist ein Meister seines Faches und wie dafür gemacht, Ordnung in eine chaotische Startruppe zu bringen – kein Zweifel. Doch Brasilien hat weiterhin große Probleme erkennen lassen, insbesondere die Testspiele gegen Japan (2:3) und Tunesien (1:1) machen skeptisch. Zudem leidet das defensive Mittelfeld mit Casemiro und Fabinho unter Altersschwäche. Die Jagd nach dem sechsten WM-Titel wird früh zu Ende gehen.
Torschützenkönig: Kylian Mbappé
Im Herbst war Kylian Mbappé noch der formstärkste Angreifer Europas. Wenige Monate später ist der Superstar bei Real Madrid in Ungnade gefallen, viele Fans des spanischen Rekordmeisters wünschen sich sogar einen Abgang. Bei der WM 2026 wird 27-Jährige aber einmal mehr sein unfassbares Können aufblitzen lassen – und dabei auch von einem erfolgreichen Turnier der Franzosen profitieren.

Bester Torhüter: Manuel Neuer
Das Comeback von Manuel Neuer hat in Deutschland nicht nur Begeisterungsstürme, sondern auch viel Kritik ausgelöst. Dass der 41-Jährige die gesamte Qualifikation verpasst hat und unmittelbar vor Turnierbeginn mit Wadenproblemen zu kämpfen hat, ist tatsächlich nicht ideal. Aber Neuer wird sich bei der Weltmeisterschaft ein weiteres Denkmal setzen. Zwar ist sein Spielweise mittlerweile konservativer als noch 2014, doch auch in den letzten Monaten zeigte er mit unfassbaren Paraden immer wieder sein endloses Talent.

Größte Entdeckung: Ibrahim Maza
Bundesliga-Fans wissen bereits Bescheid: Ibrahim Maza ist eines der größten Talente im Weltfußball. Bei Leverkusen ist ihm die Transformation vom Offensivkünstler zum zentralen Mittelfeldspieler erstaunlich gut gelungen. Der 20-Jährige verfügt über hohe Spielintelligenz, denkt mannschaftsdienlich und hat eine Top-Ballbehandlung. Nach der WM werden die ganz großen Klubs aus Spanien und England auf Maza aufmerksam werden.
Überblick: Alle Trainerprofile zur WM 2026
Moritz Kasper
Weltmeister: England
Vor ziemlich genau 60 Jahren wurden die Three Lions das erste und letzte Mal zum Weltmeister gekürt. Die letzten Jahre galten die Engländer zwar stets zum ganz engen Favoritenkreis, doch der letzte Schritt wurde stets verfehlt. Die Qualität der Einzelspieler war nie in Frage zu stellen, doch die Mannschaft wirkte zu selten wie eine eingespielte Truppe.
Thomas Tuchel ist bekannt dafür, seine Truppe bei Turnieren und K.o.-Spielen meist optimal einzustellen. Der deutscher Hauptübungsleiter vertraute bei seiner Nominierung weniger auf die klangvollen Namen im Kader und setzt seine Spielidee in den Fokus.

Der wohl aktuell treffsicherste Torjäger in der Sturmspitze und ein fast beispielloses Gefahrenpotenzial bei ruhenden Bällen, könnten bei einer WM mit tropischen Temperaturen zudem den Unterschied ausmachen.
Größte Überraschung: Ecuador
Der deutsche Gruppengegener wird außerhalb des südamerikanischen Kontinents immer noch häufig unterschätzt. Deshalb könnte Ecuador zu der Überraschung des Turniers werden.
Vor allem der Defensivverbund wird die gegenerische Offensive regelmäßig lahm legen. Piero Hincapie und Willian Pacho standen beide in der Startelf im Champions-League-Finale, während Moises Caicedo absoluter Stammspieler beim FC Chelsea ist und zu den besten zentralen Mittelfeldspielern der Premier League zählt. Eine stabile Defensive kann dich in einem langen Turnier weit tragen.

Größte Enttäuschung: Brasilien
Die Vorzeichen beim Rekordsieger Brasilien sind nicht optimal. In den letzten Tests vor dem Auftaktspiel präsentierte sich das Starensemble von Cheftrainer Carlo Ancelotti eher uninspiriert und zeigte vor allem gegen Japan (2:3) noch gegen Tunesien (1:1) eklatante Schwachstellen.
Bei anspruchsvollen Rahmenbedingunen könnte sich vor allem das routinierte Mittelfeldduo aus Casemiro und Fabinho als Schwachstelle herauskristalisieren. In der Offensive beruht zu viel auf Einzelaktionen, die allerdings immer zu einem Treffer führen können.
Torschützenkönig: Harry Kane
Mit atemberaubenden 60 Toren in 50 Pflichtspieleinsätzen für den FC Bayern München diese Saison sucht Torjäger Harry Kane seines Gleichen. Und auch beim größten Turnier der Welt wird der 32-Jährige für Ausrufezeichen sorgen. Es wird die letzte Weltmeisterschaft des Kapitäns als tragende Stütze im Team sein.
Daher wird er umso motiverter sein, nun auch mit der Nationalmannschaft Edelmetall zu gewinnen. Das Offensivspiel der Engländer wird auf Kane abgestimmt sein und ihm sowohl aus dem Spiel heraus aber auch nach Standards und Elfmetern zum Torerfolg zu kommen.
Bester Torhüter: Emiliano Martinez
Bereits bei der letzten Weltmeisterschaft hat Emiliana Martinez seiner Nation maßgeblich zum Titelgewinn verholfen. In den USA, Kanada und Mexiko wird Argentinien mit einer etwas schwächeren Hintermannschaft antreten.

Daher wird es zahlreiche Möglichkeiten für den Schlussmann von Aston Villa geben, um sich auszuzeichenen. Zudem wird die umso bessere Offensive des Titelverteidigers dennoch einen langen Lauf im Wettbewerb ermöglichen.
Größte Entdeckung: Yan Diomande
Der Stern des in der Bundesliga bestens bekannten Yan Diomande wird bei der Weltmeisterschaft final aufgehen. Bereits bei RB Leipzig hat der 18-jährige Flügelstürmer in der abgelaufenen Spielzeit mit 14 Toren und 9 Assists in 43 Einsätzen sein Können unter Beweis gestellt, doch mit der Elfenbeinküste kann er seine Bekannschaft außerhalb des deutschen Oberhausen vervielfachen.
Beim 2:1-Erfolg beim Test gegen WM-Mitfavorit Frankreich haben die Ivorer bereits angedeutet, dass mit ihnen durchaus zu rechnen ist. Führt RB-Shootingstar Diomande sie vielleicht sogar bis ins Achtelfinale, werden zahlungskräftige Interessenten in Leipzig Schlange stehen.
