ITALIENISCHE ERLEICHTERUNG
Die Squadra Azzurra hat mit viel Mühe die erste Hürde für das WM-Comeback gemeistert, beim 2:0 gegen Nordirland war lange Zeit großes Zittern angesagt. "Lasst uns diesen Sieg genießen. Wir haben ihn gebraucht", sagte Trainer Gennaro Gattuso erleichtert.
Sandro Tonali (56.) und Moise Kean (80.) verhinderten vorerst den erneuten WM-K.o., nachdem die stolze Fußballnation die Endrunden 2018 in Russland und 2022 in Katar verpasst hatte. Am Dienstag muss aber noch ein Sieg gegen Bosnien-Herzegowina her. "Die Anspannung, die wir spüren, werden auch die anderen spüren", betonte Gattuso.

ROUTINIERTER RETTER
Der 40-jährige Edin Dzeko stellt sich im Finale der alten Heimat Italien entgegen. Der Stürmerstar von Schalke 04 rettete seine Bosnier mit dem Ausgleich zum 1:1 per Kopf in der 86. Minute in die Verlängerung, schließlich gab es gegen Wales ein Happy End im Elfmeterschießen.
"Italien ist der Favorit, auch wenn wir zu Hause spielen", sagte Dzeko. Im Elfmeterschießen hatte Stuttgarts Ermedin Demirovic verschossen, St. Paulis Keeper Nikola Vasilj parierte allerdings entscheidend.

AUSGEBLIEBENE WUNDER
Für die beiden größten Außenseiter platzte der große WM-Traum. Neukaledoniens "Krieger aus dem Pazifik" unterlagen Jamaika unglücklich mit 0:1 und verpassten ein märchenhaftes Ende. Die Jamaikaner um den Ex-Leverkusener Leon Bailey können nun gegen die Demokratische Republik Kongo ihr Ticket lösen.
Suriname ging gegen Südamerika-Vertreter Bolivien sogar in Führung, verlor letztlich aber doch noch mit 1:2. Die Bolivianer spielen nun gegen den Irak um einen Platz in der schwierigen WM-Gruppe mit Frankreich, Norwegen und Senegal.

MAGISCHER GÜLER
Lange biss sich die Türkei die Zähne aus am tiefstehenden Abwehrverbund der Rumänen. Doch dann hebelte Arda Güler die gesamte Defensive mit einem Traumpass über 40 Meter aus, Ferdi Kadioglu vollendete in der 53. Minute zum entscheidenden 1:0.
Die heimischen und internationalen Medien überschlugen sich mit Lobeshymnen. "Arda Güler rieb die Wunderlampe", schrieb beispielsweise die spanische Zeitung Mundo Deportivo.
The Athletic schwärmte gar von der "Magie" des Starspielers von Real Madrid. Im Playoff-Finale geht es nun gegen den Kosovo um Fisnik Asllani.

DREIERPACKER GYÖKERES
Der Stürmerstar des FC Arsenal machte im Playoff-Duell mit der Ukraine für Schweden allein den Unterschied. Beim 3:1-Erfolg erzielte Viktor Gyökeres alle drei Tore (6., 51., 73.). "Viktors Leistung war unglaublich", schwärmte Trainer Graham Potter: "Er war phänomenal."
Gyökeres sei einer "der besten Stürmer der Welt", sagte Teamkollege Anthony Elanga. Am Dienstag kann er sich nun im direkten Duell mit Topangreifer Robert Lewandowski und dessen Polen messen. "Ich träume von der WM", sagte Gyökeres: "Polen steht uns im Weg, also müssen wir alles geben, um sie zu schlagen.

