Die Nationale Anti Doping Agentur (NADA) hatte am Freitag drei "Strikes" der Nationalspielerin und Kapitänin des Bundesligisten Eintracht Frankfurt innerhalb von zwölf Monaten bestätigt. Die NADA machte den Vorgang mit Blick auf die Meldeversäumnisse im Zusammenhang von Dopingproben während des WM-Qualifikationsspiels gegen Norwegen (2:0) publik, bei dem Freigang nicht zum Kader gehörte.
Die NADA sprach von einem "möglichen Verstoß gegen Anti-Doping-Bestimmungen" und leitete den Fall an den DFB weiter. Dieser sei für das Disziplinarverfahren zuständig. Bei drei "Strikes" ist als Strafmaß eine Sperre von bis zu zwei Jahren vorgesehen.
Freigang spricht von "Missverständnissen"
Freigang selbst sprach von "Missverständnissen". "Mir ist an der Stelle wichtig zu betonen: Gegen mich besteht und bestand zu keinem Zeitpunkt ein Dopingverdacht", schrieb die 28-Jährige am Samstagabend bei Instagram. Bei den verpassten Kontrollen habe es sich "nicht um bewusst vermiedene Kontrolltermine" gehandelt, sondern "um Unstimmigkeiten bzw. Missverständnisse".
Sie sei sich der Wichtigkeit der Antidopingarbeit "bewusst und unterstütze selbstverständlich alle nötigen Maßnahmen für einen sauberen und fairen Sport", schrieb Freigang: Sie habe in ihrer Karriere "schon eine Vielzahl an unangekündigten Kontrollen absolviert, alle davon negativ". Die von ihr angeführten "Missverständnisse" seien "in den täglich zu aktualisierenden und umfassenden Angaben, die wir als Nationalspielerinnen tages- und stundenaktuell im System zu aktualisieren haben", aufgetreten.
