Messi war im vergangenen Jahr dafür sanktioniert worden, dass er das jährliche Schaulaufen ausgelassen hatte, bei dem die besten Spieler der MLS gegen die Rivalen aus der mexikanischen Liga MX antreten. Die Teilnahme ist normalerweise verpflichtend, Ausnahmen gibt es nur bei Verletzungen.
Doch in diesem Jahr fand die Weltmeisterschaft mitten in der MLS-Saison statt, die dafür sieben Wochen pausierte. Die Liga bestätigte, dass für Spieler, die die Endphase des internationalen Turniers erreichten, im Vorfeld Ausnahmen vereinbart wurden.
"Vor Beginn der Saison 2026 haben sich Major League Soccer und die MLS Players Association darauf geeinigt, dass nach dem Ausscheiden eines Spielers aus dem WM-Wettbewerb die Klubs mit jedem Spieler individuell besprechen, wie viel Ruhezeit angemessen ist und wann er wieder ins Training und in den Spielbetrieb einsteigt," hieß es in der Mitteilung.
"Im Einklang mit dieser Vereinbarung werden Rodrigo De Paul und Lionel Messi vom All-Star Game 2026 der MLS freigestellt."
Auch der Argentinier De Paul stand letzten Sonntag im WM-Finale in New Jersey auf dem Platz, das Argentinien nach Verlängerung mit 0:1 gegen Spanien verlor.
Auch Thomas Müller mit dabei
Messi gehörte zu den ersten elf Spielern, die für das diesjährige All-Star Game der MLS nominiert wurden, das am Mittwoch in Charlotte, North Carolina, stattfindet. In seiner Abwesenheit werden unter anderem Stars wie Son Heung-Min von Los Angeles FC, Thomas Muller von den Vancouver Whitecaps und US-Nationalmannschaftskapitän Tim Ream, der für Charlotte spielt, dabei sein.
Im vergangenen Jahr wurden Messi und sein damaliger Inter-Miami-Teamkollege Jordi Alba mit einer Sperre für ein Spiel belegt, weil sie das All-Star Game kurzfristig ausgelassen hatten.

MLS-Commissioner Don Garber zeigte damals Verständnis für Messis strapaziösen Spielplan und sagte, es sei eine "sehr schwierige Entscheidung" gewesen und dass die langjährige All-Star-Game-Regelung der Liga überprüft werde. Trotzdem sagte Inter Miamis Mitbesitzer Jorge Mas, Messi sei "sehr verärgert" über die Sperre gewesen.
