Hoeneß hatte in der jüngeren Vergangenheit schon mehrere scharfe Spitzen gegen Nagelsmann gesetzt. Der 74-Jährige zog einen Vergleich mit "seinem" FC Bayern. "Die Situation ist dieselbe wie bei uns", sagte Hoeneß: "Vor der Saison hat doch jeder gesagt: Der Kader ist zu klein, der Kader ist nicht gut genug. Aber dann hat der Trainer die Spieler alle besser gemacht, und vor allem hat er aus den Spielern ein Team gemacht. Aber unser Bundestrainer glaubt, er gewinnt das Spiel. Nein, die Mannschaft gewinnt das Spiel."
Hoeneß hofft auf Erfolg
Er wollte dem Bundestrainer "überhaupt nichts Böses", hatte Hoeneß erst kürzlich im DAZN-Interview gesagt: "Ich hoffe einfach, dass er darüber nachdenkt, dass diejenigen, die so etwas sagen - kürzlich hat ja auch Matthias Sammer Ähnliches geäußert -, ihm keine Niederlage wünschen, sondern seinen Erfolg." Nach einem Gespräch mit ihm sei Nagelsmann "leicht beleidigt" gewesen.
Ihm fehle bei Nagelsmann ein bisschen "diese Bereitschaft, zuzuhören und anzunehmen", sagte Hoeneß: "Er wird mit seinen Entscheidungen leben müssen. Wenn er erfolgreich ist, bin ich der Erste, der ihm gratuliert. Wenn nicht, dann wird es für ihn schwer."
