Kommentar zur DFB-Causa Neuer: Jetzt auf einmal doch?

Manuel Neuer bestritt bei der EM 2024 sein letztes Turnier für die Nationalmannschaft.
Manuel Neuer bestritt bei der EM 2024 sein letztes Turnier für die Nationalmannschaft.Foto von FEDERICO GAMBARINI / DPA / DPA PICTURE-ALLIANCE VIA AFP

Julian Nagelsmann wird sich erklären müssen. Wieder mal. Und jetzt zu der Frage: Spielt Manuel Neuer in seinen Planungen für die WM eine Rolle, wie der kicker nun behauptet? Und wenn ja: welche? Sollte es diese Gedankenspiele nicht geben, wäre der Bundestrainer gut beraten, das Thema umgehend abzuräumen. Denn mit jedem Tag, den er verstreichen lässt, signalisiert er: Ich plane mit Neuer. Aber der Reihe nach.

Am Montag musste der DFB der FIFA bis zu 55 Spieler benennen, die bei der WM zum Einsatz kommen könnten - es mussten mindestens vier Torhüter darunter sein. 26 dieser Spieler wird Nagelsmann dann am 21. Mai in seinen WM-Kader berufen. Sollte sich von diesen 26 Spielern bis vor dem ersten WM-Spiel am 14. Juni einer verletzten, darf aus dem Pool der 55 nachnominiert werden - bei Torhütern ist dies allerdings noch während des Turniers möglich. Und damit zurück zu Manuel Neuer.

Sollte Neuer auf der Liste der 55 WM-Kandidaten auftauchen, wäre das zunächst eine gut zu begründende Maßnahme: Der Weltmeister von 2014 könnte einspringen, falls Oliver Baumann ausfallen sollte. Dass Neuer im ungünstigen Fall für Baumann eine bessere Alternative wäre als, bei allem Respekt, die Stellvertreter um Alexander Nübel, bedarf wohl keiner Diskussion. Er wäre dann die Nummer eins, klar.

Manuel Neuer mit Julian Nagelsmann bei der EM 2024.
Manuel Neuer mit Julian Nagelsmann bei der EM 2024.Foto von FEDERICO GAMBARINI / DPA / DPA PICTURE-ALLIANCE VIA AFP

Und wenn Nagelsmann weiter denkt? Und Neuer für den 26er-Kader für die WM nominieren will? Es ist kaum vorstellbar, dass er dann hinter Baumann nur als Nummer zwei in die USA fliegt. Was auch immer Julian Nagelsmann spätestens am Samstag als Gast des Aktuellen Sportstudios sagen wird: Eine klare Ansage tut Not. Es gibt ohnehin zu viel offene Fragen und damit Unruhe einen Monat vor der WM.

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