TV-Experte Müller: "Muss mich deutlich verändern" – Teaminterna bleiben geheim

Thomas Müller wird für MagentaTV live aus den WM-Stadien berichten.
Thomas Müller wird für MagentaTV live aus den WM-Stadien berichten.Action Press / Shutterstock Editorial / Profimedia

Thomas Müller philosophierte über Teamgeist und plauderte entspannt über die deutschen WM-Chancen - doch dann hielt er kurz inne und lachte. Er merke, sagte der 36-Jährige amüsiert, "dass ich mich auf jeden Fall deutlich verändern muss, damit es fürs Fernsehen passt, weil meine Antworten sind viel zu ausschweifend. Da sind wir 14 Mal in der Werbung." Derart ausführlich könne er antworten, fügte er mit einem Schmunzeln an, "wenn die Leute nach dem Spiel so ein, zwei Stunden Zeit mitbringen".

"Radio Müller" war in München der Spitzname des Weltmeisters von 2014 gewesen. Doch ab sofort muss sich die "Plaudertasche" vom Dienst einbremsen: Müller soll den Fans bei der Weltmeisterschaft in den USA, Mexiko und Kanada (11. Juni bis 19. Juli) als Experte bei MagentaTV das Turnier und den Fußball erklären - präzise, verständlich, knapp.

Am Dienstag flog Müller nach einem Termin als Markenbotschafter von "superum" von München nach Mexiko-Stadt. Beim WM-Auftakt zwischen Mexiko und Südafrika am Donnerstag (21.00 Uhr MESZ/ZDF und MagentaTV) wird der Profi der Vancouver Whitecaps erstmals im Einsatz sein.

Teaminterna bleiben unter Verschluss

Die Lust und Vorfreude auf die neue Aufgabe und das XXL-Turnier seien "riesengroß", sagte Müller. Aber er sei auch "leicht nervös, weil es für mich natürlich jetzt das erste Mal in einer anderen Rolle ist. Vielleicht sogar nervöser als als Spieler."

Doch eines wird in dieser neuen Rolle an der Seite von Jürgen Klopp und Mats Hummels nicht passieren, stellte der 131-malige Nationalspieler klar: Dass er sich vor klaren Worten oder Kritik scheut, auch wenn es die alten Kumpels betrifft. "Die Spieler wissen, dass ich selten ein Blatt vor den Mund genommen habe. Sie wissen auch, dass sie meine Unterstützung haben - was aber nicht heißt, dass ich nicht auch kritisch sein werde." Damit, fügte Müller verschmitzt an, "rechnen die wahrscheinlich auch".

Es gibt für die Ikone des FC Bayern aber auch Grenzen. Er halte zu einigen Nationalspielern oder auch zu Leuten aus dem DFB-Stab "weiterhin einen sehr, sehr guten Kontakt. Aber ich bin auch jetzt nicht der Typ, der dann da anruft und versucht, irgendwelche Internas rauszukitzeln", betonte Müller. Bei ihm gelte vielmehr der Grundsatz: "Was das Team betrifft, da bleiben die Dinge intern." Experte hin oder her.