"Viva San Fermin" hatte Merino schon nach dem Schlusspfiff der Partie gegen Portugal (1:0) gerufen, die er mit einem Tor in der Nachspielzeit (90.+1) entschieden hatte.
FIFA WM 2026
Die FIFA Fußball-Weltmeisterschaft 2026 wird vom 11. Juni und 19. Juli ausgetragen. Bei Flashscore findest du alle Infos zur Endrunde in in den USA, Kanada und Mexiko.
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Trademark-Jubel und stolzer Papa
Anschließend umkreiste er tanzend die Eckfahne - so wie schon nach seinem späten Siegtreffer im EM-Viertelfinale 2024 gegen Deutschland, und so wie 1991 auch sein Vater Ángel Merino nach einem Sieg mit CA Osasuna, ebenfalls in Stuttgart.
Jener Ángel saß in Dallas auf der Tribüne, natürlich mit einem roten "panuelo" um den Hals - und grünen "Stuttgart-Socken" an den Füßen. Darauf zu sehen: Sohn Mikel beim Kopfball in der 119. Minute gegen das DFB-Team. Damals war es der 5. Juli, einen Tag vor Beginn der Feierlichkeiten in Pamplona also. "San Fermín streckt mir offenbar jedes Mal die Hand entgegen", sagte Mikel Merino nun.
Streitfall im Baskenland
Kein Zweifel: Der ehemalige Dortmunder ist ein stolzer Baske - ganz so wie der zweite Matchwinner Unai Simón. Der Schlussmann blieb auch im fünften Auftritt bei der WM 2026 ohne Gegentor. Inklusive des Achtelfinals der WM 2022 gegen Marokko (0:3 i.E.) steht Simón nun sogar bei sechs Spielen und 609 WM-Minuten ohne Gegentor - Rekord.
Unai bedeutet im Baskischen "Hüter der Rinder", in den USA erweist sich der Keeper von Athletic Bilbao aber einmal mehr als exzellenter Hüter seines Kastens. Im Baskenland, wo es eine starke Unabhängigkeitsbewegung gibt, werden solche Erfolge manchmal auch zwiespältig gesehen. Nach dem EM-Triumph 2024 waren Merino und Mikel Oyarzabal vereinzelt als "Verräter" bezeichnet worden, auf einem Plakat stand "Nein zur Akzeptanz der spanischen Nationalmannschaft".
Vereint zum Titel?
Zum aktuellen WM-Kader gehören immerhin acht Basken, ein Thema ist das in der Mannschaft aber nicht. Gerade Simón ist ein gutes Beispiel, dass ein Miteinander möglich ist: Sein Vater war einst als Angehöriger der staatlichen Sicherheitskräfte ins Baskenland versetzt worden, dort lernte er eine Angestellte der baskischen Polizei Ertzaintza kennen - und lieben.
Zum Match-Center: Spanien vs. Belgien
Der 29 Jahre alte Sohn steht nun für Spanien zwischen den Pfosten, natürlich auch am Freitag (21.00 Uhr MESZ) im Viertelfinale gegen Belgien. Schluss sein soll dann noch lange nicht. "Dieses Team hat die Lizenz zum Träumen", schrieb die Zeitung El Mundo Deportivo am Dienstag: "Jetzt ist alles möglich."
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