WM 2026: Telekom sichert sich die TV-Rechte – Offen für Verkauf von Sublizenzen

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Die Telekom hat sich die Live-Rechte an der Fußball-WM 2026 gesichert.
Die Telekom hat sich die Live-Rechte an der Fußball-WM 2026 gesichert.ČTK / imago sportfotodienst / Ulrich Wagner

TV-Coup für die Telekom: Das Unternehmen hat sich die Live-Rechte an der Fußball-WM 2026 gesichert. Alle 104 Spiele des XXL-Turniers in den USA, Kanada und Mexiko werden damit exklusiv vom Bezahl-Angebot MagentaTV übertragen. Die Telekom verkündete den Deal mit dem Weltverband FIFA am Freitag bei einer Pressekonferenz in Berlin.

Zudem erwarb die Telekom die TV-Rechte an der Frauen-WM 2027 in Brasilien sowie den U20-Weltmeisterschaften der Männer 2025 und 2027. "Wir freuen uns darüber, dass uns dieser Coup gelungen ist", sagte Wolfgang Metze, Geschäftsführer Privatkunden bei der Telekom.

Auch bei der Heim-EM 2024 hatte die Telekom die Rechte an allen Spielen inne und verhandelte dann Sublizenzen mit den öffentlich-rechtlichen Sendern ARD und ZDF aus. Auch RTL zeigte im vergangenen Jahr Partien des Turniers.

Deutschlandspiele im kostenfrei zu sehen

Die Telekom muss auch diesmal sicherstellen, dass nicht alle Partien hinter einer Bezahlschranke verschwinden. Der Rundfunkstaatsvertrag sieht vor, dass bei Weltmeisterschaften alle Partien der deutschen Mannschaft, das Eröffnungsspiel sowie die Halbfinals und das Endspiel im frei empfangbaren Fernsehen ausgestrahlt werden. 

Die WM im kommenden Jahr findet vom 11. Juni bis zum 19. Juli statt. Mit 48 Mannschaften spielen so viele Nationen wie nie um den WM-Titel.

Schon bei der EM 2021 und der WM 2022 hatte Magenta TV einige Spiele übertragen, damals allerdings hielten die öffentlich-rechtlichen Sender die Rechte.

Telekom strebt Verkauf von Sublizenzen an

"Natürlich sind wir ein Wirtschaftsunternehmen und werden auch eine Refinanzierung anstreben", sagte Wolfgang Metze, Geschäftsführer Privatkunden bei der Telekom, am Freitag in Berlin: "Wir sind offen für Gespräche".

Auch bei der Heim-EM 2024 hatte die Telekom die Rechte an allen Spielen inne und handelte dann Sublizenzen mit den öffentlich-rechtlichen Sendern ARD und ZDF aus. Auch RTL zeigte im vergangenen Jahr Partien des Turniers. "Wir kennen natürlich die Rahmenbedingungen auch des Medienstaatsvertrags, wo bestimmte Spiele ja im Free-TV gezeigt werden müssen", sagte Telekom-TV-Chef Arnim Butzen: "Wir freuen uns auf die Gespräche und haben da auch schon in den letzten Tagen einige Anfragen erhalten.

ARD und ZDF wollten sich auf SID-Anfrage nicht dazu äußern, ob der Erwerb von Sublizenzen für das XXL-Turnier in den USA, Kanada und Mexiko geplant ist. RTL teilte über eine Sprecherin mit, sich gegebenenfalls mögliche Sublizenzrechte "genau" anzuschauen: "Wie alle Sportrechte, die auf den Markt kommen". Das Medienunternehmen ProSiebenSat.1 hat den Sportrechtemarkt "grundsätzlich" im Blick und prüft "von Fall zu Fall".

"Wir haben uns intern einen ambitionierten Business Case gegeben, bei der Europameisterschaft haben wir den übertroffen", sagte Metze: "Und wir gehen auch davon aus, dass das bei der Weltmeisterschaft wieder der Fall sein wird. Wir haben eine klare Strategie".