WM-Playoffs: Die Schlaglichter zum Kampf um die letzten Tickets

Arda Güler will zum großen Turnier in die USA, Mexiko und Kanada.
Arda Güler will zum großen Turnier in die USA, Mexiko und Kanada. MUHAMMED ENES YILDIRIM / ANADOLU / ANADOLU VIA AFP

Der Showdown um die verbliebenen sechs WM-Tickets steht an. Ab Donnerstag kämpfen 22 Teams darum, sich den Traum von der Mega-Weltmeisterschaft in den USA, Mexiko und Kanada doch noch zu erfüllen. Während Italien zittert, träumen "pazifische Krieger" vom Wunder – und auch einige Gesichter aus der Bundesliga kämpfen noch um die letzten WM-Tickets. Der SID gibt einen Überblick.

Edin Dzeko feierte Mitte März seinen 40. Geburtstag. Der Stürmer von Schalke 04 will sich mit der WM-Qualifikation selbst ein verspätetes Geburtstagsgeschenk machen. Bislang ungeladene Gäste für das Mega-Turnier in den USA, Mexiko und Kanada sind aber neben dem Team von Trainer Sergej Barbarez auch Schwergewicht Italien. Ein möglicher Final-Gegner, der wie Bosnien-Herzegowina zuletzt 2014 in Brasilien mit von der Partie war. Der erste Miesepeter, der Dzeko und Co. die Party verhageln und sowohl ihm persönlich als auch seinem Land die zweite WM-Teilnahme verwehren könnte, ist Wales am Donnerstag (20.45 Uhr).

Match-Center: Wales vs. Bosnien-Herzegowina

Italien mit Leidenschaft

Vielen Italienern läuft beim Gedanken auf eine erneute WM ohne die Squadra Azzurra womöglich schon ein Schauer (auf Italienisch: "Brivido") über den Rücken. Druck verspürt deshalb auch Gennaro "Rino" Gattuso, der einst allen Gegenspielern das Fürchten lehrte: "Nur wer kein Blut in den Adern hat, würde ihn nicht spüren", sagt der Nationaltrainer mit Blick auf die Playoffs, wo im Halbfinale zunächst Nordirland (20.45 Uhr) wartet.

Match-Center: Italien vs. Nordirland

"Pazifische Krieger" wollen das Wunder schaffen

Christian Karembeu fiebert mit, wenn das kleine Neukaledonien das große WM-Wunder schaffen will. "Wir sind eine Nation pazifischer Krieger. Alles ist möglich", sagt der französische Fußball-Weltmeister von 1998 im FIFA-Interview. Schließlich wurde er auf Lifou geboren, einem Atoll der Loyalitätsinseln - und damit in Neukaledonien. Die "Kagus" - benannt nach einem flugunfähigen Vogel - müssen am Donnerstag (21.00 Uhr Ortszeit/Freitag 4.00 MEZ) erst Jamaika und fünf Tage später noch die Demokratische Republik Kongo schlagen, dann wäre die erste WM-Teilnahme perfekt.

Match-Center: Neukaledonien vs. Jamaika

"Auch in der Jugendherberge" - Kosovo zu allem bereit

Beim kosovarischen Fußballverband rechnet derzeit noch niemand so richtig mit einer WM-Teilnahme. Die Reiseplanung Richtung Nord- und Mittelamerika sei noch auf Eis gelegt, verriet Kosovos Nationaltrainer Franco Foda der Kronen Zeitung. Und sollte es nach den Spielen gegen die Slowakei (20.45 Uhr) und Türkei/Rumänien doch mit einer Fernreise klappen, gibt sich der frühere Bundesliga-Coach genügsam. "Fahren wir wirklich zur WM, dann schlafe ich von mir aus auch in der Jugendherberge", sagte der 59-Jährige, der unter anderem auf Hoffenheims Torjäger Fisnik Asllani aus der Bundesliga zurückgreifen kann.

Match-Center: Türkei vs. Rumänien

Welche großen Namen bangen noch?

Zuletzt hatte Robert Lewandowski die polnische Nationalmannschaft zu den WM-Ausgaben in Russland und Katar geführt. Um dieses Mal dabei zu sein, muss der polnische Rekordtorjäger zunächst den Umweg über Albanien nehmen. Im Finale wartet dann Schweden mit einem 300 Millionen Euro teuren Sturm um Alexander Isak. Bangen muss zudem Christian Eriksen (VfL Wolfsburg) mit Dänemark. Für die Dänen geht es zunächst gegen Underdog Nordmazedonien. Auch Mittelfeldspieler Arda Güler (Real Madrid) hofft noch auf die erste WM-Teilnahme der Türkei seit 2002.

Match-Center: Polen vs. Albanien