Nach der 0:2-Niederlage im Hinspiel steht der SK Sturm Graz im Rückspiel der dritten Qualifikationsrunde zur UEFA Champions League mit dem Rücken zur Wand. Um den Rückstand noch aufzuholen, müssen die Grazer am Dienstag gegen Fenerbahçe eine deutliche Leistungssteigerung zeigen.
Sturm chancenlos
Für Sturm verlief das Hinspiel in Istanbul zunächst ernüchternd. Die Mannschaft von Trainer Fabio Ingolitsch fand in der ersten Hälfte kaum Zugriff auf die Partie und lag zur Pause bereits mit zwei Toren zurück. Talisca brachte Fenerbahçe in der 10. Minute mit einem platzierten Schuss in Führung und Mason Greenwood erhöhte kurz vor dem Seitenwechsel mit einem präzisen Abschluss auf 2:0 – bei beiden Treffern agierte die Sturm-Defensive zu passiv.
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Nach der Pause präsentierten sich die Grazer verbessert und verhinderten so einen noch größeren Rückstand. Damit bleibt vor dem zweiten Duell in Graz eine Resthoffnung. „Aber wir leben noch. Fenerbahçe muss auch noch nach Liebenau“, sagte Sturm-Verteidiger Jürgen Heil nach dem Hinspiel.

Fenerbahçe mit individueller Klasse
Die Türken präsentierten sich trotz der noch fehlenden Meisterschaftsform vor allem in der ersten Hälfte als spielstarke Mannschaft. Der Kader, der im Sommer mit rund 80 Millionen Euro verstärkt wurde, verfügt über enorme individuelle Qualität. Spieler wie Mason Greenwood und Nathan Aké unterstreichen die Ambitionen des türkischen Topklubs.
Für Sturm wird es deshalb entscheidend sein, von Beginn an deutlich besser ins Spiel zu finden als in Istanbul. Trainer Fabio Ingolitsch ist sich der schwierigen Ausgangslage bewusst: „Wir haben gewusst, dass wir der klare Außenseiter sind. Wir sind auf eine Mannschaft getroffen, die gespickt ist mit hoher individueller Qualität, mit Weltstars, mit Champions-League-Siegern und Weltmeistern.“

Hexenkessel in Graz
Jürgen Heil betonte nach dem ersten Duell, dass Fenerbahçe zwar seine Qualität gezeigt habe, Sturm aber keineswegs aufgegeben habe. „Wir haben mit zwei Schüssen aufs Tor zwei Gegentore bekommen. Das tut brutal weh, weil das so nicht notwendig gewesen wäre“, sagte der Abwehrspieler.
Im Rückspiel am Dienstag (20:30 Uhr, live in ORF 1) brauchen die Grazer nun eine Partie, in der sie von Anfang an präsent sind und ihre Möglichkeiten im Ballbesitz besser nutzen. Ein frühes Tor könnte die Hoffnung auf eine Aufholjagd zusätzlich befeuern. Für das ausverkaufte Rückspiel in Graz-Liebenau wird eine ganz besondere Atmosphäre erwartet.
