"Nach meiner Erkrankung habe ich alles versucht, um wieder Leistungssport betreiben zu können", sagte Andreas Sander. Es gehe ihm mittlerweile im Alltag "wieder deutlich besser, aber mein Ziel Rennen auf Weltcup-Niveau zu fahren, ist nach wie vor nicht möglich. Daher habe ich mich jetzt entschlossen, endgültig einen Schlussstrich unter meine Karriere zu ziehen."
Sein Debüt im Weltcup hatte Sander vor 18 Jahren gegeben – als frischgebackener Junioren-Weltmeister im Super-G. Es folgten 196 weitere Starts im Weltcup, 13 bei Weltmeisterschaften und fünf bei Olympischen Spielen. Dem Sieg als Junior konnte er aber keinen weiteren folgen lassen.
WM-Drama 2021
Dafür gewann Sander im Februar 2021 in Cortina d'Ampezzo völlig überraschend die WM-Silbermedaille in der Abfahrt. Nur eine Hundertstelsekunde lag er hinter Vincent Kriechmayr aus Österreich, der sechs Tage zuvor bereits den Super-G gewonnen hatte – mit 0,07 Sekunden Vorsprung vor Sanders Teamkollege Romed Baumann, der vor einem Monat zurückgetreten war.
"Auch wenn Andi der ganz große Sieg um nur eine Hundertstelsekunde nicht vergönnt war, so hat er über viele Jahre mit seinen Erfolgen und seiner Konstanz die DSV-Speed-Mannschaft geprägt", sagte DSV-Sportvorstand Wolfgang Maier. "Andi war eine tragende Säule als Sportler und Mensch der Mannschaft."
