Nach Rücken-OP: Golf-Legende Woods schließt Teilnahme am Masters nicht aus

Tiger Woods hofft auf eine Rückkehr zum Masters im April.
Tiger Woods hofft auf eine Rückkehr zum Masters im April.Reuters / Nathan Ray Seebeck-Imagn Images

Tiger Woods, der sich weiterhin von seiner Rückenoperation im vergangenen Oktober erholt, hat zwar noch keinen konkreten Termin für sein lang erwartetes Comeback im Wettkampf genannt. Dennoch machte er am Dienstag deutlich, dass eine Teilnahme am diesjährigen Masters für ihn noch nicht vom Tisch ist.

Woods sprach vor Journalisten im Vorfeld des Genesis Invitational in Pacific Palisades, Kalifornien, bei dem er als Gastgeber fungiert. Dabei wurde er gefragt, ob das Masters vom 9. bis 12. April für ihn bereits ausgeschlossen sei. "Nein", antwortete Woods mit einem breiten Lächeln. Seit seinem Ausscheiden bei den British Open 2024 hat er an keinem Turnier mehr teilgenommen.

Der 15-fache Major-Sieger musste sich im März 2025 zudem einer Operation unterziehen, bei der eine gerissene linke Achillessehne behandelt wurde. Bereits im vergangenen Dezember hatte er nach dem Eingriff an der Lendenwirbelsäule erstmals wieder grünes Licht erhalten, mit Chippen und Putten zu beginnen.

Woods will wieder "auf höchstem Level" spielen

Zur Achillessehne erklärte Woods, dass diese inzwischen keine Probleme mehr bereite. Sein Rücken hingegen mache ihm weiterhin zu schaffen. "Was den Bandscheibenersatz angeht, ist es einfach schmerzhaft. Es braucht Zeit", so Woods.

"Mein Körper hat schon einiges mitgemacht. Es ist einfach so, dass ich jeden Tag aufs Neue versuche, weiterzumachen, Fortschritte zu machen, daran zu arbeiten, stärker zu werden, mehr Ausdauer zu bekommen und meinen Körper wieder auf ein Niveau zu bringen, auf dem ich wieder auf höchstem Level spielen kann."

Obwohl Woods seit Juli 2024 kein Turnier mehr bestritten hat, ist er weiterhin stark eingebunden – unter anderem als Spielervertreter im Vorstand der PGA Tour und als stellvertretender Vorsitzender von PGA Tour Enterprises.

Der 50-Jährige denkt derzeit darüber nach, noch mehr Verantwortung zu übernehmen. Wie er erklärte, habe ihn die PGA of America um seine Meinung zur Kapitänsfrage für den Ryder Cup 2027 gebeten. Zwischen den Zeilen ließ sich erkennen, dass es dabei auch um die Frage ging, ob er selbst den Posten übernehmen möchte.

"Beschäftigt mich täglich stundenlang"

"Ja, sie haben mich nach meiner Meinung dazu gefragt, aber ich habe mich noch nicht entschieden", sagte Woods am Dienstag. "Ich versuche gerade herauszufinden, was wir mit unserer Tour vorhaben."

"Das beschäftigt mich täglich stundenlang, und ich überlege, ob ich unserem Team, unserem Team USA, unseren Spielern und allen, die am Ryder Cup beteiligt sind, wirklich gerecht werden kann – ob ich die Zeit dafür aufbringen kann."

Bereits zuvor hatte Woods das US-Kapitänsamt für den Ryder Cup 2025 aus Zeitgründen sowie aufgrund seiner Verpflichtungen gegenüber der PGA Tour abgelehnt. Zugleich betonte er jedoch, dass dies keineswegs bedeute, dass er das Team in Zukunft nicht doch einmal führen werde.