"Jetzt habe ich eine schöne Familie zu Hause und die gibt mir Ruhe und Unterstützung. Das hat mir jetzt geholfen", sagte Sebastian Grönning, der beim Saisoneröffnungsspiel die Gäste mit einem feinen Lupfer in der 39. Minute auf die Siegerstraße gebracht hatte.
Seine Leistung habe auch von der "veränderten Perspektive aufs Leben" profitiert. "Normalerweise kannst du als Fußballer ein schlechtes Training mit nach Hause bringen, aber jetzt habe ich keine Zeit mehr, mich darum zu kümmern, wenn mein Sohn kackt und weint", so Grönning.

Wurde von Leitl kritisiert
Noch vor vier Monaten, als Grönning in der Rückrunde der vergangenen Saison auf zunehmend weniger Spielzeit kam, hatte Trainer Stefan Leitl ihn öffentlich kritisiert: "Wir erwarten mehr an Leistung von ihm, auch im Training. Wir sind nicht zufrieden damit."
"Ganz ehrlich, es war in der Rückrunde in vielen Momenten schwer", blickte Grönning zurück, der nun mit den Drucksituationen bei Hertha BSC umzugehen weiß. "Im Tunnel vor dem Spiel habe ich ein Bild von meiner Freundin und meinem Sohn angesehen, und das hat mir ein großen Lachen beschert."
