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Siebenmeter in der Schlusssekunde: THW Kiel bezwingt Löwen spät

Julian Köster
Julian KösterČTK / imago sportfotodienst / Eibner-Pressefoto/Marcel von Fehrn

Der deutsche Rekordmeister THW Kiel hat die Rhein-Neckar Löwen dank eines Siebenmeters in der Schlusssekunde bezwungen und setzt sich zumindest vorübergehend an die Tabellenspitze der Handball-Bundesliga. Der Schwede Eric Johansson behielt beim 37:36 (18:20) die Nerven und verwandelte den entscheidenden Wurf gegen Nationaltorwart David Späth.

Nach dem achten Sieg im zehnten Spiel liegt Kiel vor der SG Flensburg-Handewitt in Führung. Der Nordrivale, der am Sonntag (15.00 Uhr/Dyn) auf die Füchse Berlin trifft, hat allerdings zwei Spiele weniger absolviert.

Zum Match-Center: THW Kiel vs. Rhein-Neckar Löwen

Für die Löwen war es das erste Spiel nach der Entlassung von Coach Maik Machulla. Anstelle des früheren Flensburger Meistertrainers stand dessen bisheriger Assistenz Michel Abt an der Seitenlinie – und da soll er auch in Zukunft bleiben. Wirkung entfaltete der Wechsel allemal, obwohl der THW die Partie auch dank des Nationaltorwarts Andreas Wolff nach der Pause drehte.

Das Spiel blieb jedoch bis in die Schlussphase ausgeglichen. Auch nach einer roten Karte für den französischen Tokio-Olympiasieger Kentin Mahé hielten die Löwen dagegen und hätten einen Punkt verdient gehabt. Doch Johansson mit seinem siebten Tor entschied die Partie. Bei den Gästen ragte Marius Steinhauser mit neun Treffern heraus.

"Die Löwen machen es richtig, richtig gut. Sie haben im Angriff sehr variabel gespielt", lobte Kiels Nationalspieler Julian Köster bei Dyn den Gegner. "Wir haben zwischendurch etwas unser Konzept verloren", meinte der Rückraumspieler, dem drei Tore gelangen. Löwen-Trainer Abt sah ein "unfassbar schnelles Handballspiel". Am Ende tue es "unfassbar weh", sagte er, "für die nächsten Aufgaben gibt das aber Auftrieb".

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