Eklat beim CL-Giganten: Vertrag von Handball-Star Gottfridsson in Szeged aufgelöst

Jim Gottfridsson im Einsatz für Pick Szeged
Jim Gottfridsson im Einsatz für Pick SzegedSandor Ujvari / EPA / Profimedia

Der schwedische Nationalspieler Jim Gottfridsson steht unter Schock: Nach der mysteriösen Auflösung seines Vertrages durch den ungarischen Spitzenklub Pick Szeged leitet der Spielmacher nun rechtliche Schritte ein.

Eigentlich herrschte bei Szeged zuletzt Feierstimmung: Unter der Woche besiegte das Team den polnischen Spitzenclub Kielce und sicherte sich damit den Einzug ins Viertelfinale der Champions League. Doch der Erfolg unter dem schwedischen Trainer Michael Apelgren fand ohne Gottfridsson statt, der Star fehlte bereits in den letzten drei Partien im Kader.

Schon vor zehn Tagen spekulierten ungarische TV-Kommentatoren, dass Gottfridssons Fehlen keine sportlichen oder medizinischen Gründe habe und er in dieser Saison wohl nicht mehr auflaufen werde. Kurz darauf folgte die offizielle Bestätigung des Vereins: Der Vertrag wurde aufgelöst. Klubpräsident Edward Papp verabschiedete den Schweden mit knappen Worten: "Wir danken Jim Gottfridsson für seine Arbeit und wünschen ihm für seine weitere Karriere alles Gute."

Gottfridsson reagiert mit Unverständnis und Anwälten

Der Spieler selbst zeigt sich fassungslos. Auf Instagram machte er seinem Ärger Luft: "Das geschah ohne jegliche Begründung oder vorherigen Dialog. Es ist ein grober Verstoß gegen die Regeln der Sportart, die ich liebe."

Gottfridsson betont, er habe sich stets voll für den Verein engagiert. Besonders bitter: Der Schwede war erst im vergangenen Sommer nach zwölf Jahren bei Flensburg-Handewitt nach Ungarn gewechselt und hatte dort einen Dreijahresvertrag unterschrieben.

"Hier wollte ich meine Profikarriere beenden und sah die Zukunft meiner Familie. Meine Enttäuschung ist unbeschreiblich. Dass ein Weltverein sowohl sportliche als auch rechtliche Grundsätze derart missachtet, hätte ich nie für möglich gehalten."

Rechtliches Nachspiel und sportliche Ungewissheit

Gottfridsson lässt die Kündigung nicht auf sich sitzen. Gemeinsam mit seinem Anwaltsteam will er nun gegen das aus seiner Sicht rechtswidrige Vorgehen vorgehen – auch um ein Zeichen für andere Profis in Ungarn zu setzen.

Wie es sportlich weitergeht, ist derzeit völlig offen. Am 22. April gibt Nationaltrainer Apelgren den schwedischen Kader für die anstehenden Länderspiele bekannt. Ob Gottfridsson ohne Spielpraxis und inmitten dieses Rechtsstreits berücksichtigt wird, bleibt abzuwarten.