Wiegert leidet nach Pokal-K.o. mit Fans: "Das zerbricht mir das Herz"

Wiegert verzweifelte an der Außenlinie
Wiegert verzweifelte an der AußenlinieČTK / imago sportfotodienst / Anke Waelischmiller

Bennet Wiegert hat nach dem überraschenden Halbfinal-Aus im DHB-Pokal vor allem mit den mitgereisten Fans des SC Magdeburg gelitten. Nach der Pleite im Siebenmeterwerfen gegen den krassen Außenseiter Bergischer HC nahm der Trainer des Champions-League-Siegers zudem seine Mannschaft in die Pflicht.

"Es tut unheimlich weh, wie es in der Kabine aussieht, das ist ein Trümmerhaufen", sagte Wiegert nach dem 3:4 nach Siebenmeterwerfen. Mit Blick auf das Spiel um Platz drei am Sonntag (12.45 Uhr/Dyn) gegen den TBV Lemgo Lippe sehe er das Team nun in "grenzenloser Verantwortung, alles zu spielen, was wir draufhaben und nicht irgendwas wegzuschmeißen".

Zum Match-Center: Bergischer HC vs. Magdeburg

Das Aus habe er derweil kommen sehen. "Leider hat sich das etwas angedeutet", sagte Wiegert bei Dyn: "Wir waren 2025 in besserer Form, 2026 sind wir schwer aus den Puschen gekommen. Heute hat es uns hart erwischt, aber es hat sich das durchgezogen, was wir in Bundesligaspielen in diesem Jahr auch schon hatten."

SCM hofft auf Champions League

Die Enttäuschung der Anhänger traf den 44-Jährigen nach eigenen Worten noch härter als die der Mannschaft. "Das tut mir fast mehr weh als für die Mannschaft. Die Mannschaft hat wieder Spiele, die sie gewinnen kann. Für die Leute, die traurigen Gesichter zu sehen, das zerbricht mir das Herz", sagte Wiegert. In einem denkwürdigen Halbfinale hatte es nach 70 Minuten 27:27 gestanden (22:22, 11:11).

Die erste von drei angestrebten Titelchancen in dieser Saison gaben die Magdeburger am Samstagabend in der Lanxess Arena aus der Hand. In der Bundesliga ist dem SCM die Meisterschaft angesichts von sieben Punkten Vorsprung auf die SG Flensburg-Handewitt im Saisonendspurt kaum noch zu nehmen. In der Champions League bietet sich zudem im Viertelfinale noch die Chance, das Ticket für das nächste Final Four in Köln zu lösen: Das Hinspiel bei Pick Szeged steht am 29. April an.

"Nein, nein, nein. Wir gehen unseren Weg", versicherte Nationalspieler Lukas Mertens auf die Frage, ob die Niederlage in den entscheidenden Wochen der Saison noch zum Problem werden könnte. Schon am Sonntag müsse im kleinen Finale ein Signal gesendet werden, das findet auch Wiegert. "12.45 Uhr ist hart", sagte er: "Aber da gibt es keine Ausreden."