Für das ÖHB-Team ist die Europameisterschaft nach zwei Spielen schon fast beendet. Nach der zweiten Niederlage im zweiten Gruppenspiel gegen Spanien, die mit 30:25 gewannen, hat Österreich nur noch geringe Chancen auf ein Weiterkommen in die Hauptrunde. Dafür bräuchte das ÖHB-Team Schützenhilfe von Serbien, die am Abend auf Deutschland treffen.
Gegen stark aufgelegte Spanier konnte die ÖHB-Auswahl zunächst sogar gut mithalten. Bundestrainer Iker Romero, der im Duell mit seinen eigenen Landsleuten ein besonderes Spiel coachte, agierte wie bereits gegen Deutschland immer wieder mit Tobias Wagner als siebten Feldspieler. Und das glückte: Wagner versenkte alle seine sechs Wurfversuche ins gegnerische Tor.
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ÖHB-Team: Spanien trotz hartem Kampf eine Nummer zu groß
Doch Zeitstrafen verhinderten, dass Österreich auch in Führung gehen konnte. Beim Stand von 10:12 Mitte der ersten Halbzeit legten die Spanier dann aber einen Zahn zu und gingen dank vier Toren in Folge komfortabel in Führung. Zur Pause betrug der Rückstand trotz einer zunächst ansehnlichen Leistung sogar sieben Tore (12:19).
In der zweiten Halbzeit warf das ÖHB-Team alles in die Waagschale und knabberte den Rückstand immer wieder ab, doch Spanien gab sich kaum eine Blöße. Nach rund 45 Minuten war es dann aber ÖHB-Schlussmann Constantin Möstl, der mit vier starken Paraden am Stück dafür verantwortlich war, dass der Rückstand auf vier Tore verkürzt wurde (20:24).
ÖHB: Nur noch theoretische Chancen auf ein Weiterkommen
Doch in der Schlussphase fanden die Spanier wieder ihr Zielwasser, sie wechselten sich mit der Torerzielung brav ab - so wurde es nicht mehr knapper.
Mit null Punkten hat Österreich nur noch theoretische Chancen auf ein Weiterkommen. Um beim finalen Gruppenspiel am Montag gegen Serbien noch Hoffnung zu haben, müssen sie auf einen Sieg des kommenden Gegners gegen Deutschland hoffen. Dann wäre ein eigener, möglichst hoher, Sieg gegen Serbien von Nöten und eine Niederlage Deutschlands gegen Spanien, um einen Dreiervergleich zu forcieren.
