Auch Titelverteidiger SG Flensburg-Handewitt nach einem Torfestival und die MT Melsungen nach einem Zitterspiel sind zurück im Endturnier am 30./31. Mai in Hamburg. Flensburg setzte sich im deutschen Viertelfinale bei der TSV Hannover-Burgdorf mit 43:35 (22:20) durch – nach dem 39:39 im ersten Duell. Melsungen kam trotz eines 19:23 (9:12) beim portugiesischen Rekordchampion FC Porto weiter, das 28:23 aus dem Hinspiel reichte knapp.
Zum Match-Center: THW Kiel vs. RK Nexe Nasice
Kiel hatte in der 18. Minute den Rückstand erstmals aufgeholt, doch die Kroaten blieben hartnäckig. Nach der Pause baute die Mannschaft von Trainer Filip Jicha die Führung zwischenzeitlich aus, sieben Sekunden vor Schluss erzwang Nexe das Siebenmeterwerfen. Eric Johansson verwandelte den entscheidenden Siebenmeter.
Der dänische Europameister Lasse Möller war mit zehn Toren erfolgreichster Werfer der Flensburger. Für die Niedersachsen, die das erste internationale Final Four ihrer Vereinsgeschichte verpassten, traf Leif Tissier ebenfalls zehnmal.
Hannover startete stark und lag in der ersten Halbzeit fast durchgängig in Führung. Flensburg musste früh die Rote Karte gegen den Slowenen Domen Novak verkraften (10.). Der zwischenzeitliche Drei-Tore-Vorsprung schmolz aber dahin, zur Pause lagen die Gäste mit 22:20 vorne. Im zweiten Durchgang setzte sich Flensburg immer weiter ab. Am Ende konnte Hannover mit dem Tempo nicht mehr mithalten.
Melsungen trotz Rückstand weiter
Melsungen lief von Anfang an einem Rückstand hinterher, hielt ihn in der ersten Hälfte aber noch in Grenzen. Am Ende entschied ein Tor. Florian Drosten traf siebenmal.
Die European League ist seit Jahren eine deutsche Angelegenheit. Seit 2004 kam der Sieger nur zweimal nicht aus der Bundesliga, zuletzt triumphierte Flensburg zwei Jahre in Folge. Kiel und der SC Magdeburg sind mit vier Titeln Rekordsieger.
