Im Fokus standen auf beiden Seiten die Deckungsreihen samt Torhüter, die einige freie Würfe vereitelten. Zunächst auf Seiten der Gäste, die sich in der 12. Minute auf 8:4 absetzen konnten. ÖHB-Teamchef Iker Romero nahm sein erstes Timout, das einige Minuten später auch Wirkung zeigte. Nach dem 7:11 in der 16. Minute zwang Österreich die Gäste zu Fehlern und legte einen 4:0-Lauf auf 11:11 hin.
Polen legte danach aber weiter vor, führte zur Pause 15:13, erhöhte nach Seitenwechsel prompt auf 16:13. Wieder bäumte sich die rot-weiß-rote Deckung samt Constantin Möstl im Tor auf, stellte dank eines Treffers durch Lukas Hutecek und einem Doppelpack von Kreisläufer Tobias Wagner auf 16:16.
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Dem Vizeweltmeister von 2007 gelang es nochmal, sich auf 23:19 abzusetzen, sah sich kurz darauf allerdings in doppelter Unterzahl. Dieses Momentum nutzten Mykola Bilyk & Co. um den Abstand zu verkürzen und in der Folge auf 23:23 auszugleichen. Lediglich die Führung sollte nicht wechseln, so setzte sich Polen knapp mit 26:25 durch. Für das Rückspiel am Sonntag ist damit alles offen und angerichtet, für einen neuerlichen Krimi.

ÖHB-Teamchef Iker Romero ist trotz Niederlage zufrieden: "Es war ein harter Kampf. Die Jungs haben hart gearbeitet gegen eine sehr starke polnische Mannschaft. Wir haben einige Chancen liegen gelassen und hatten Probleme im Sieben gegen Sechs. Wir werden das analysieren. Wir werden mit Leidenschaft ins Rückspiel hineingehen."
Lukas Hutecek weiß, woran es im Hinspiel scheiterte: "Es lag heute viel an unserer Chancenverwertung. Wir haben viele freie Chancen, vor allem im Sieben gegen Sechs, nicht verwertet. Hinten haben wir gut gedeckt. Gut ist, dass wir jetzt Videomaterial haben, denn das war schwer im Vorfeld. Ich bin zuversichtlich, dass wir das in Polen drehen können. Die Halle wird voll und gegen uns sein, aber wir sind eine Mannschaft der das taugt. Wir wollen dagegenhalten und ich bin zuversichtlich, dass wir das mit unserer Ruhe und unserer Geduld schaffen."
