Als Dirk Nowitzki zum ersten Mal Hannes Steinbach begegnete, konnte Deutschlands Basketball-Juwel noch nicht einmal sprechen. "Ich kenne Hannes, seit er geboren ist", verriet Nowitzki jüngst. Wie der Superstar stammt Steinbach aus Würzburg, wie er möchte der 20-Jährige die ganz große Karriere in der NBA.
Steinbachs Weg – der in diesem Sommer in die beste Liga der Welt zu den Charlotte Hornets geführt hat – beeindruckt Nowitzki schwer.
"Das ist eine krasse Reise. Dass noch einer aus Würzburg kommt, ist eh schon krass. Aber auch noch einer, den wir so lange kennen", staunte der NBA-Champion von 2011 kürzlich im Podcast "Next Gen".
In den Neunzigerjahren, bevor Nowitzki zu den Dallas Mavericks in die NBA ging, hatte er mit Steinbachs Vater Burkhard bei DJK Würzburg zusammengespielt.
Als Hannes schließlich am 1. Mai 2006 das Licht der Welt erblickte, war Nowitzki längst ein Superstar in Übersee. Im selben Sommer verlor er die NBA-Finalserie gegen Miami Heat, ehe er fünf Jahre später den Titel holen sollte.
Mit Nowitzki im Hinterhof
Auch wenn er mit Nowitzki, der 2019 seine Laufbahn beendet hatte, nie offiziell auf dem Court stand, hätten beide in der Vergangenheit durchaus "mal ein, zwei Bälle auf den Korb im Hinterhof geworfen", wie sich Steinbach erinnerte.
Vielleicht habe er das "als Kind noch nicht so richtig verstanden – aber schon krass, den besten Basketballer der Zeit einfach bei sich im Garten sitzen zu haben."
Nun, viele Jahre später, schickt sich Steinbach selbst an, in den erlauchten Kreis der NBA-Profis vorzustoßen. Seine einzige College-Saison bei den Washington Huskies – in der er klar bester Spieler seines Teams war – hinterließ bei vielen Teams mächtig Eindruck.
Letztlich wählten die Hornets ihn an 14. Stelle im Draft aus, sein Liga-Debüt dürfte er gleich zum Auftakt in der Nacht zum Donnerstag (1.30 Uhr) der kommenden Woche bei den Brooklyn Nets geben.
