Bereits im Springen verschaffte sich Johannes Lamparter mit der Tagesbestweite von 136 Metern eine ausgezeichnete Ausgangsposition. In der anschließenden 10-Kilometer-Laufentscheidung verteidigte er seine Führung souverän und gewann schließlich mit 31,9 Sekunden Vorsprung auf den norwegischen Olympiasieger Jens Luraas Oftebro. Dessen Bruder Einar Luraas Oftebro belegte mit 53,9 Sekunden Rückstand Rang drei.
Für Lamparter war es der 23. Weltcupsieg seiner Karriere und der sechste in dieser Saison. Zuvor hatte er sich bereits zum zweiten Mal den Gesamtweltcup gesichert und außerdem die Disziplinwertungen im Massenstart und Kompakt gewonnen. Der Erfolg am Holmenkollen hatte für ihn dennoch besondere Bedeutung: "Das ist das Wimbledon unseres Sports", sagte er nach dem Rennen.
Gottwald-Rekord eingestellt, "Hopfen-Smoothies" vorbereitet
Begießen will Lamparter den Erfolg mit "Hopfen-Smoothies". "Es wird sehr flüssig", lässt der Tiroler keinen Zweifel an seiner Partystimmung aufkommen. Mit seinem 23. Weltcupsieg stellte Lamparter zugleich den österreichischen Rekord von Felix Gottwald ein. Außerdem gelang erstmals seit Bernhard Grubers Triumph 2008 wieder ein ÖSV-Sieg am Holmenkollen.
Thomas Rettenegger belegte als zweitbester Österreicher Rang sieben. Fabio Obermeyr und Stefan Rettenegger wurden 17. bzw. 18., Paul Walcher und Franz-Josef Rehrl kamen als 27. und 29. ins Ziel.
