Der Abstand zur internationalen Spitze wirkt größer denn je, hinzu kommen Formprobleme und mangelndes Selbstvertrauen nahezu im gesamten Team. Das bislang beste Ergebnis ist ein fünfter Platz von Manuel Feller in Adelboden. Auch in Wengen blieb der erhoffte Befreiungsschlag aus. Die Unsicherheit im Team ist groß.
Fehler-Feller
Besonders auffällig ist die Situation bei Manuel Feller. Der Tiroler war in den letzten Wintern noch einer der dominierenden Slalomfahrer. In dieser Saison schleichen sich jedoch immer wieder Fehler ein, die ihn entscheidend zurückwerfen. In Wengen entging er erneut nur knapp einem Ausfall und musste sich mit Platz elf zufriedengeben.
Trotzdem gilt Feller aufgrund seiner Klasse und Erfahrung als Fixstarter für Olympia – ebenso wie Michael Matt. Dahinter herrscht allerdings gähnende Leere.

Kein Herausforderer drängt sich auf
Keiner der weiteren ÖSV-Slalomläufer konnte bislang konstant überzeugen. Dominik Raschner zeigte mit Rang sechs in Gurgl zwar auf, fiel aber in mehreren Rennen aus - so auch in Wengen. Fabio Gstrein befindet sich nach starken Auftritten im Vorjahr klar im Abwärtstrend und blieb zuletzt weit hinter den Erwartungen.
Johannes Strolz, zweifacher Olympiasieger von 2022, ist komplett von der Rolle. Auch in Wengen fuhr er hinterher.
Entscheidung in Kitzbühel
Für Raschner, Gstrein, Strolz sowie Adrian Pertl und Joshua Sturm bietet der Slalom am Ganslernhang in Kitzbühel die wohl letzte Möglichkeit, sich für ein Olympiaticket zu empfehlen. Dafür wird allerdings ein deutliches Signal nach oben nötig sein.
