Denn vier Tage nach dem Champions-League-Kracher hatte Neuer wieder Schmerzen im rechten Fuß. So stark, dass er beim Bundesligagastspiel in Mainz noch vor der Halbzeit für Jonas Urbig ausgetauscht werden musste. So ging das muntere Wechselspiel im Bayern-Tor weiter. Und die Münchner haben unabhängig von der Ausfallzeit Neuers nun ein hausgemachtes Problem.
Urbig ist bereit für die Neuer-Nachfolge
Schon in den vergangenen Wochen war der Weltmeister von 2014 wegen einer Sehnenreizung im Fuß immer wieder ausgefallen. Urbig vertrat Neuer stets tadellos. Und musste doch sofort weichen, sobald sich der Kapitän selbst für einsatzfähig erklärte.
Ein Hin und Her, dass der nicht immer restlos stabilen Münchner Defensive kaum hilft. Doch Neuer, mit 40 Jahren und 225 Tagen seit Samstag ältester Bundesligaspieler der Bayern, scheint im Klub einen unantastbaren Status zu genießen. Offenbar gilt für ihn: Wenn ich will, spiele ich!
Doch wozu das ständige Risiko mit dem angeschlagenen Neuer, der zuletzt zudem häufiger unsicher agierte? Urbig, dessen Potenzial lange nicht ausgeschöpft ist, hat seine Fähigkeiten auf höchstem Niveau längst nachgewiesen. Die offizielle Wachablösung muss wohl bis Sommer warten, doch schon jetzt zeigt sich: Mit Urbig im Tor ist der FC Bayern kein bisschen schwächer aufgestellt. Die Frage ist, ob die Klub-Verantwortlichen den Mut haben, dies anzuerkennen.
