Der Bundestrainer hatte zuvor bei DAZN rätselnd über Kompanys Taktik im Spiel gegen den Ball und die Rolle von Harry Kane im Pressing gesprochen. "Ich habe bis heute nicht abschließend verstanden, was Bayern gegen den Ball macht. Aber ich will mich einfach weiterbilden", sagte Jürgen Klopp: "Mal ist es hybrid, dann Mann gegen Mann, dann nicht gegen den Mann. Ich lerne immer noch."
Mittelstürmer Kane sei "überall" auf dem Platz, ergänzte er: "Das finde ich mit Ball in Ordnung, aber gegen den Ball?" Da ist Kane mitunter am eigenen Strafraum zu finden – sehr zur Verwunderung des Bundestrainers: "Ich bin nicht der Papst des Fußballs, alle dürfen machen, was sie wollen. Aber abschließend dahinter gestiegen bin ich auch nicht."

Gegen die Gunners bereitete Kane mit Traumpässen aus der Tiefe eine Großchance von Serge Gnabry (20.) und das 1:1 von Alphonso Davies (35.) vor. Später holte er in seiner eigentlichen Rolle als Neuner den Handelfmeter heraus, den er selbst zum 2:1 verwandelte (61.).
Match-Center: Bayern vs. Arsenal
Kompany erklärt doch ein bisschen etwas
"Was Harry sehr gut macht – ich habe gegen ihn ja ganz oft verteidigt: Er ist manchmal da oder nicht, aber er kommt, auf jeden Fall", erläuterte Vincent Kompany später doch noch die Rolle des heißen Anwärters auf den Ballon d'Or. "Er ist überall und ein Spieler, der unglaublich oft die richtigen Entscheidungen trifft."
Gegen Arsenal, berichtete Kane selbst, sei sein Spiel auch geprägt gewesen von der Stärke des Gegners. "Normalerweise ist es recht klar, wen wir pressen. Aber es hat uns ein bisschen verwirrt, wie sie sich bewegt haben", sagte er.
So sei es passiert, dass die Bayern sich phasenweise tiefer hätten fallen lassen als gewollt – auch er. Das, sagte Kane, sei "definitiv etwas, das ich und die Mannschaft verbessern können". Vielleicht bei einer Nachhilfestunde mit Kompany.
