Marco Odermatt zeigte auf der witterungsbedingt verkürzten Lauberhorn-Abfahrt erneut seine Extraklasse. Der Schweizer feierte seinen siebenten Saisonsieg und den 52. Weltcup-Erfolg insgesamt. Seine fehlerfreie Fahrt brachte ihm einen Vorsprung von fast acht Zehntelsekunden auf Kriechmayr ein – bei einer Fahrzeit von nur rund 95 Sekunden ein deutliches Zeichen seiner Dominanz.
Logisch, dass der Dominator der letzten Jahre, nach seiner Fahrt zufrieden war: "Es ist mir eine perfekte Fahrt gelungen. Ich wusste, es wird ein enges Rennen, deshalb wollte ich jedes Hundertstel herausholen, im Ziel habe ich dann gemerkt, dass es sehr gut war. Man findet immer ein paar Hundertstel, aber vom Gefühl her würde ich heute nicht mehr viel Zeit finden.“
Kriechmayr zollt Odermatt Respekt
Aufgrund starken Windes startete das Rennen erst beim Hundschopf, wodurch der spektakuläre obere Streckenteil entfiel. Trotz der deutlich kürzeren Laufzeit entwickelte sich ein spannendes Rennen.

Vincent Kriechmayr zeigte sich nach dem Rennen zufrieden mit seiner Leistung und sprach von einer seiner besseren Abfahrten in dieser Saison: "Meine Fahrt war teilweise sogar sehr gut. Ich könnte zwei, drei Zehntelsekunden finden, aber nicht acht Zehntel. Unglaublich, was der Odi da wieder abgeliefert hat.“ Der zweite Platz gebe ihm jedoch Selbstvertrauen – auch mit Blick auf die anstehenden Rennen in Kitzbühel.
Daniel Hemetsberger wurde Achter (+1,38) und damit zweitbester Österreicher. Raphael Haaser belegte Rang 19 (+1,94), Andreas Ploier holte ebenfalls Weltcup-Punkte (25. / +2,08).
Franzoni bestätigt starke Form
Für Giovanni Franzoni setzte sich das erfolgreiche Wochenende fort. Nach seinem Überraschungssieg im Super-G fuhr der Italiener erstmals auch in einer Abfahrt auf das Podest. Er profitierte von seinem Selbstvertrauen, musste aber am Start mit Nervosität kämpfen.
Mit diesem Ergebnis endet das Wengen-Wochenende mit einem positiven Signal für das österreichische Team – rechtzeitig vor dem nächsten Weltcup-Höhepunkt am Hahnenkamm.
