Es ist schon einige Zeit vergangen, seit sein Wechsel offiziell wurde, und die Weltmeisterschaft rückte den Transfer des bedeutendsten polnischen Fußballers in die USA zunächst in den Hintergrund. Nun, da das FIFA-Turnier fast vorbei ist, nehmen die Ligen ihre Vorbereitungen wieder auf – das bedeutet auch das erste Training von Robert Lewandowski mit seinem neuen Team.
Der Pole kam am Montagabend in Chicago an. Am Flughafen warteten polnischsprachige Beamte des Chicago P.D. auf ihn, deren Aufgabe es war, ihn bis zur Passkontrolle zu begleiten. Die Rückennummer 9 wurde gewählt – wie sollte es auch anders sein. Den Kapitän der Nationalmannschaft erwarteten mehrere Dutzend Menschen (Fans und Journalisten), doch schließlich verließ er das Terminal durch einen Seitenausgang, wie sein Biograf Sebastian Staszewski berichtete.
Erstes Training mit dem neuen Team
Vor dem ersten Training unterzog sich Lewy den medizinischen Untersuchungen und erledigte die Formalitäten im Klub. Nach seinem ersten Besuch nahm der Stürmer an der ersten offiziellen Einheit mit seinem neuen Team teil. Pünktlich um 10:30 Uhr Ortszeit starteten die Spieler das Training, wobei es sich nicht um eine klassische Spielvorbereitung handelte.
Wann gibt Lewandowski sein MLS-Debüt?
Wegen des Endes der Weltmeisterschaft wurde der Spielbetrieb in der MLS Ende Mai unterbrochen. Chicago Fire trifft in der Nacht von Donnerstag auf Freitag (2:30 Uhr in Spanien) auf die Vancouver Whitecaps. Das ist das erste Spiel, in dem der Ex-Barcelona-Spieler für seinen neuen Klub debütieren könnte. ES wäre also direkt ein Duell gegen seinen ehemaligen kongenialen Stürmerpartner Thomas Müller möglich.
Formale Hürden gibt es keine, aber da er erst seit Kurzem beim Team ist, wird die Entscheidung erst kurz vor dem Spiel getroffen. Das hat den Klub jedoch nicht davon abgehalten, das Spiel auf seinen Kanälen mit dem Bild von Robert Lewandowski zu bewerben.
Vorstellung auf der Pressekonferenz
Zwei Stunden nach dem ersten Training stellte sich Robert der Presse, die in bislang nie dagewesener Zahl erschienen war. Rund 70 Personen kamen, um den Stürmer willkommen zu heißen – so etwas gab es bei anderen Stars des Fire wie Shaqiri oder Schweinsteiger nicht.
"Ich war beeindruckt, wie sehr der Klub um meine Verpflichtung gekämpft hat und wie wichtig es ihnen war, dass ich hierherkomme. Schon beim ersten Treffen mit dem Trainer, damals noch in Barcelona. (...) Dieses Engagement war für mich entscheidend, es war einer der Hauptgründe, warum ich mich für diesen Wechsel entschieden habe", betonte Lewandowski gegenüber den Medien.

Ein weiterer Faktor war die Beziehung, die der Klub zur polnischen Community in Chicago aufbaut. Lewandowski selbst betonte, dass er bereits herzlich von seinen Landsleuten empfangen wurde. Als er jedoch auf das Trikot mit dem polnischen Adler angesprochen wurde, wollte er sich nicht weiter dazu äußern.
"Jetzt ist nicht der Zeitpunkt, um Entscheidungen über meine Zukunft in der Nationalmannschaft zu treffen. Ich möchte erst ein paar Wochen hier verbringen, sehen, wie alles läuft, und dann wird der Moment kommen, in dem ich mir selbst einige Fragen beantworten muss", sagte er.
