Dass die Münchner erst mal nur Tabellenzweiter hinter Borussia Dortmund sind? Lässt sich spätestens beim Duell am 31. Oktober regeln. "Wir sind total entspannt", sagte Klub-Chef Jan-Christian Dreesen dazu beim Oktoberfestbesuch: "Wir sind der Verfolger von Dortmund und wir werden sie dann schon jagen." Nach einem 7:0, ergänzte Klub-Patron Uli Hoeneß, sei erstmal "alles gut".
Kane und Co. feiern nach Tor-Gala
Feierbereit war nicht nur Kane, der in seinem 98. Bundesligaspiel mit zwei Treffern die 100-Tore-Marke im Rekordtempo knackte und nun bei 101 Einschüssen steht. Bestens gelaunt war auch Jamal Musiala, dem gegen die Köpenicker der "Anstich" (18.) gelang. "Ich fühle mich sehr gut", versicherte er erkennbar glücklich nach seinem ersten Einsatz über 90 Minuten seit März und ergänzte: "Ich freue mich auf das, was kommt." Das galt in erster Linie für seine Reise zum DFB-Team am Sonntagabend nach Herzogenaurach.

Der Hauptverantwortliche für das Spektakel vor der Länderspielpause war allerdings wieder mal der Mann, dem Feiern zuwider zu sein scheint - zumindest in der Öffentlichkeit. Michael Olise gelang erstmals für den FC Bayern ein Dreierpack, was freilich nur ungenügend wiedergab, wie grandios er erneut aufspielte. "Er ist ein super Spieler", lobte Musiala. Ja, assistierte Kane, "er ist ein beeindruckender Spieler", aber nicht nur das: "Er ist so ein guter Charakter."
"Besser kann es nicht laufen": Lob für Olise und Saibari
Auch Trainer Vincent Kompany, dem Überschwang generell unverdächtig, kam nicht umhin, den vermeintlich so emotionslosen Franzosen zu loben. Es sei das "Gesamtpaket", sagte er, was ihn bei Olise so beeindrucke. "Nicht nur der Fußballspieler" begeistere ihn, "sondern auch, wie er als Mensch ist." Auf dem Platz jedenfalls, ergänzte Kompany, "zieht er seine Linie durch, er spielt jetzt schon seit fast zweieinhalb Jahren auf diesem Level." Und dieses Level, betonte Musiala, "ist überragend".

Weil auch noch Neuzugang Ismael Saibari nach seiner Einwechslung als Linksaußen erstmals ein Tor für die Münchner erzielte und Serge Gnabry rechtzeitig vor den Länderspielen sein Comeback gab, war nicht zuletzt Sportvorstand Max Eberl allerbester Laune. "Ich glaube, besser kann es nicht laufen", sagte er und betonte: "Wir wollten in die Länderspielpause gehen mit einem eindrucksvollen Resultat. Das ist uns gelungen."

Selbst der sonst so beherrscht wirkende Kompany konnte kaum verbergen, wie sehr ihm die Wiesn gelegen kommt - vor allem, weil er sie wegen der Länderspielpause mal so richtig genießen kann. "Ich möchte dahin", sagte er, "weil es eine gute Zeit ist mit Familie und Freunden. Ich möchte einfach mal etwas Normales machen." Die kommende und zunächst eher arbeitsfreie Zeit werde ihm "Extra-Energie" geben: "Und dann kommt der volle Fokus auf die nächste Phase."
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