Altini Zenuni (3:0) vs. Dawid Jarowienko (3:0)
Vielen jungen Kämpfern wird der zu frühe Wechsel ins Profigeschäft zum Verhängnis. Altini Zenuni hingegen hat geduldig auf den richtigen Moment gewartet. Erst als er sich absolut sicher war, seinen Altersgenossen voraus zu sein, beendete er seine Amateurkarriere. Mehrfach wurde er deutscher Amateurmeister und feierte auch auf internationaler IMMAF-Ebene Erfolge.
Die Europameisterschaft 2024 schloss er mit Silber ab und im selben Jahr holte er Bronze bei der Weltmeisterschaft – ein Erfolg, den er bereits 2022 feiern konnte.
Der Bauingenieur-Student stammt aus dem renommierten UDF Gym, wo er unter anderem mit Stars wie Kerim Engizek trainiert. Seine bisherigen drei Profisiege feierte er allesamt bei OKTAGON. Seine makellose Bilanz will er nun gegen Dawid Jarowienko verteidigen. Auch der langjährige polnische Judo-Nationalkämpfer hat noch keine Niederlage auf dem Konto.
Die Vergangenheit im olympischen Sport spricht für ein exzellentes Wrestling und eine effektive Takedown-Abwehr. Doch das ist längst nicht seine einzige Waffe. Seine Fäuste sind brandgefährlich und können jeden Gegner zu Boden schicken – zwei Siege durch TKO/KO sprechen für sich. Seinen letzten Kampf bestritt er im Oktober letzten Jahres und zeigte mit einem Punktsieg, dass er auch über die volle Distanz gehen kann.
Simon Biyong (11:6) vs. Yevhenii Orlov (9:1)
Bellator, PFL oder das japanische RIZIN – all diese namhaften Stationen finden sich im Lebenslauf von Simon Biyong. Der fast zwei Meter große Hüne hielt 2019 die Gürtel von gleich zwei Organisationen. Er bestieg den Thron sowohl beim italienischen Slam FC als auch beim südafrikanischen EFC Worldwide. Der gebürtige Kameruner wurde bislang nur zweimal vorzeitig besiegt – beide Male durch Aufgabe. Selbst hat er jedoch noch nie per Submission gewonnen.
"Hemlé" profitiert vor allem von seiner Größe und enormen Reichweite. Im weltweiten Schwergewichts-Ranking belegt er einen beachtlichen 131. Platz, auch weil er acht Gegner ausknockte.
Yevhenii Orlov hat jedoch nicht vor, sich in diese Liste einzureihen. Der ukrainische Koloss kehrt nach unglaublichen 2.458 Tagen zu OKTAGON zurück. Im April 2019 musste er in Košice seine bislang einzige Niederlage gegen den aufstrebenden Martin Buday einstecken.
Seitdem blieb der erfahrene 37-jährige Veteran ungeschlagen und wurde IAF-Champion. Nach einer langen Pause von 26 Monaten steigt er nun wieder ins Oktagon. Punktsiege sind für den Olympiateilnehmer von London 2012 im griechisch-römischen Ringen ein Fremdwort – weiter als bis zur zweiten Runde kam er nie. Bei all seinen Siegen gewann er vorzeitig, in 89 % der Fälle sogar schon in den ersten fünf Minuten.
Hugo Vach (7:1) vs. Teo Smith (5:1)
Hugo Vach gilt als aufgehender Stern der deutschen MMA-Szene und kann aktuell eine Serie von vier Siegen in Folge vorweisen. 2025 feierte er sein OKTAGON-Debüt und gewann beide Kämpfe. Das Training mit Größen wie Max Holzer und Gjoni Palokaj garantiert ihm eine erstklassige taktische Vorbereitung. Er bevorzugt einen direkten, aggressiven Stil – vier seiner sieben Siege holte er durch TKO. Er hat noch nie durch Submission gewonnen oder verloren, was zeigt, dass er den Standkampf liebt.
Sein Gegner ist der Schweizer Teo Smith. Smith startete seine Profikarriere 2022 und arbeitet daran, sich als gefährlicher Finisher einen Namen zu machen. Sein OKTAGON-Einstand Ende 2025 endete mit einem TKO in der ersten Runde gegen Michael Deiga-Scheck. Keiner von Smiths fünf Siegen ging über die Punktrichter.
Die Statistiken zeigen: Smith ist ein gefährlicher Striker mit zerstörerischen Ellbogen und Schlägen. Vier seiner Siege holte er durch TKO/KO, einen durch Rear-Naked-Choke-Submission. Seine Fähigkeit, Gegner am Boden mit Schlägen zu überfallen, macht ihn zu einer großen Bedrohung. Sollte der Kampf nicht mit einem überraschenden Unentschieden enden, wird einer der beiden seine zweite Karriereniederlage kassieren.

Max Holzer (11:0) vs. Khalid Taha (16:5)
Auch wenn der Titelkampf zwischen Machaev und Palokaj wegen einer Verletzung von Zweiterem abgesagt wurde, müssen die Fans in Hannover nicht enttäuscht sein. OKTAGON serviert ihnen ein echtes Highlight: das Duell der deutschen Kämpfer Max Holzer und Khalid Taha. Holzer ist zehn Jahre jünger und hat zehn Kämpfe weniger auf dem Konto, doch in seinen bisherigen elf Auftritten blieb er ungeschlagen. Als einer der größten Shootingstars Europas schrieb er Geschichte, als er den 900. Kampf der Organisation gewann.
Holzers Stil ist geprägt von Kontrolle und unerbittlichem Druck am Boden. Sobald sich die Käfigtür schließt, wird er zum eiskalten Finisher – sieben seiner elf Siege holte er per Submission, zwei durch TKO. Besonders beeindruckend ist die Zahl seiner Schläge am Boden: In seinen letzten drei Kämpfen verteilte er insgesamt mehr als 700 Schläge.
Sein Gegner, der auf Platz 119 der Weltrangliste steht, ist Taha, der 16 Siege vorweisen kann – 14 davon vorzeitig, elf durch TKO/KO. "The Warrior" hat auch in renommierten Organisationen wie UFC und RIZIN gekämpft. Sein Profidebüt gab er 2013, als sein kommender Gegner gerade einmal elf Jahre alt war. Bei OKTAGON ist er mit einer 2:0-Bilanz bislang makellos. Sein persönlicher Rekord für das schnellste Finish? Beeindruckende 25 Sekunden!
