Joshua befand sich als Beifahrer in einem Lexus-SUV, der am vergangenen Montag auf einer stark frequentierten Schnellstraße zwischen Lagos und Ibadan im Südwesten Nigerias mit einem stehenden Lastwagen kollidierte. Bei dem Unfall kamen Latif Ayodele und Sina Ghami, beide langjährige Mitglieder seines Trainerteams, ums Leben. Joshua selbst erlitt lediglich leichte Verletzungen.
Nach dem Unfall wurde der Boxer zunächst in ein Krankenhaus eingeliefert und am Mittwoch wieder entlassen. Anschließend reiste er zurück nach Großbritannien, um an den Beerdigungen von Ghami, seinem Kraft- und Konditionstrainer, sowie Ayodele, seinem persönlichen Coach, teilzunehmen.
Anklage gegen Unfallfahrer
Am Sonntag veröffentlichte Joshua erstmals wieder einen Beitrag auf Instagram. Darin teilte er zwei Fotos, auf denen er gemeinsam mit seiner Mutter und drei weiteren Frauen zu sehen ist. Eine der Frauen hält ein Bild des verstorbenen Sina Ghami in den Händen. Den Beitrag versah Joshua mit der schlichten, aber bedeutungsvollen Bildunterschrift "My Brother’s Keeper".
Die öffentliche Reaktion des Boxers folgt auf die Entscheidung der nigerianischen Polizei, den Fahrer des Fahrzeugs, Adeniyi Mobolaji Kayode (46), wegen gefährlichen Fahrens mit Todesfolge anzuklagen. Kayode soll am 20. Januar vor Gericht erscheinen.
Joshua, Olympiasieger von 2012, hat familiäre Wurzeln in Nigeria. Nach seinem Sieg über Jake Paul am 19. Dezember in Miami hatte er sich zuletzt länger in dem westafrikanischen Land aufgehalten.
